Kirchham investiert und reduziert Schulden
KIRCHHAM. Das Bevölkerungswachstum und die gute Konjunktur bescheren der Gemeinde Kirchham im Jahr 2019 Mehreinnahmen von 210.000 Euro - dies schlägt sich im ausgeglichenen Haushaltsvoranschlag überaus positiv nieder, da zahlreiche Investitionen getätigt werden können.

„Wir setzen im kommenden Jahr mit knapp 400.000 Euro einen Schwerpunkt im Straßenbau und sanieren zudem zwei Brücken“, so Bürgermeister Hans Kronberger (VP). Gemindert wird seine Freude dadurch, dass auch die Pflichtausgaben steigen. Allein der Beitrag zu den Krankenanstalten erhöht sich um 10 Prozent oder 46.000 Euro. „Insgesamt zahlen wir für Krankenanstalten, Sozialhilfeverband und Landesumlage 1,2 Millionen Euro“, zeigt sich Kronberger wenig begeistert, „denn das sind immerhin 27 Prozent der Einnahmen, die uns einfach abgebucht werden“.
206.000 Euro Schulden werden 2019 abgebaut
Trotz der Investitionen und erhöhten Fixkosten kann die Gemeinde im Jahr 2019 ihren (überschaubaren) Schuldenstand um 206.000 Euro auf 2,1 Millionen Euro reduzieren. Davon betreffen allerdings 77 Prozent langfristige Förderdarlehen für Wasser- und Kanalbauten, lediglich 430.000 Euro entfallen auf kreditfinanzierte Projekte des ordentlichen Haushaltes. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt demnach 987 Euro bei aktuellen 2.170 Einwohnern.
Keine Erhöhung der Wasser- und Kanalbenützungsgebühren
Aufgrund der soliden Finanzlage der Gemeinde hat Bürgermeister Kronberger beantragt, die Benutzungsgebühren für Wasser und Kanal im kommenden Jahr nicht zu erhöhen. „Damit wollen wir zur Preisstabilität beitragen und vor allem die einkommensschwächere Bevölkerung etwas entlasten“, so der Bürgermeister. Lediglich die Hundesteuer und die Müllgebühren sollen geringfügig angehoben werden.
Höhere Subventionen für Dorfgemeinschaft
Freuen darf sich auch die Dorfgemeinschaft, da für Aktivitäten von Vereinen, Projektgruppen, Landwirtschaft und für die Nahversorgung ein Rekordbeitrag von über 70.000 Euro (+25 Prozent) an Subventionen bereitgestellt wird. Rechtzeitig zum 60-jährigen Bestandsjubiläum erhält die FF Feichtenberg um 211.000 Euro einen Zubau, in dem Garderoben, Sanitäranlagen und ein Kommandozentrale untergebracht werden. Über 60.000 Euro werden für neueste Smart-Boards in den Klassenzimmern bzw. für die Ausstattung der Nachmittagsbetreuung investiert.
Neue Aufbahrungshalle und Urnengräber
Da die Aufbahrungshalle sowohl optisch wie bautechnisch keineswegs mehr zeitgemäß ist, soll der ursprüngliche Bauhof aus den 1960er Jahre einem Neubau weichen. Eine grundsätzliche Zusage des Landes liegt bereits vor und im Budget wurden dafür 750.000 Euro für die Jahre 2020/21 vorgesehen. „Wenn möglich, möchten wir auch gerne einen Urnenhain mit planen, da es einen stark steigenden Bedarf an Urnengräber gibt“, begründet Bürgermeister Kronberger dieses Investitionsvorhaben.


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