Corona-Virus auch im Bezirk in aller Munde
URFAHR-UMGEBUNG. Es vergeht kein Tag, an dem nicht das Coronavirus die Nachrichten beherrscht. Tips hat das zum Anlass genommen, sich bei der Bezirkshauptmannschaft, beim Roten Kreuz und bei Elisabeth Bischof von der Abteilung Gesundheit des Landes Oberösterreich über das Virus und die Lage im Bezirk zu informieren.

Obwohl es aktuell keine bestätigten Fälle des Coronavirus in Österreich (Stand Montag, 10. Februar) gibt, sorgt das neuartige Virus bei vielen Bürgern – auch im Bezirk – für Besorgnis. Fragen wie „Woher kommt das Virus?“ und vor allem „Wie gefährlich ist es?“ werden oft thematisiert. Die wichtigsten Antworten hat Tips bei Elisabeth Bischof erfragt. Sie ist Amtsärztin in der Abteilung Gesundheit des Landes Oberösterreich und im Bereich Früherkennung, Infektionen und Impfungen tätig. Sie erklärt: „Die Familie der Coronaviren umfasst zahlreiche Viren. Die häufigsten Vertreter, die beim Menschen zu Infektionen führen, verursachen meist harmlos verlaufende Atemwegsinfektionen. Coronaviren können zwischen Tieren und Menschen übertragen werden. Das neuartige Coronavirus 2019-nCoV, das zuvor noch nie beim Menschen nachgewiesen wurde, konnte 2020 in China erstmals identifiziert werden. Der Ursprung des Virus ist bis jetzt noch nicht eindeutig geklärt.“
Verlauf meist mild
Was die Gefährlichkeit des Virus betrifft, könne dies noch nicht endgültig beurteilt werden. Jedoch verlaufe die Krankheit in den meisten Fällen mild. Gefährdet, schwer an dem Virus zu erkranken, seien ältere Menschen und Personen, die über eine geschwächte Immunabwehr verfügen.
Die Symptome
Geht es darum, welche Symptome in Zusammenhang mit der Erkrankung auftreten, sagt Bischof: „Das neuartige Coronavirus verursacht beim Menschen Atemwegsinfektionen, die oft mit Fieber, Husten, Halsschmerzen und Kurzatmigkeit einhergehen.“ Wer befürchtet, erkrankt zu sein, soll laut der Fachfrau „zu Hause bleiben und sich telefonisch an das zuständige Gesundheitsamt oder die Gesundheitsberatung 1450 wenden. Innerhalb von wenigen Stunden kann dann festgestellt werden, ob eine 2019-nCoV-Infektion vorliegt.“ Aber: Die Wahrscheinlichkeit, sich in Österreich anzustecken, sei laut der Amtsärztin aktuell extrem gering. Ein gewisses Risiko, sich infiziert zu haben bestehe bei Menschen, die sich in den letzten 14 Tagen vor Krankheitsbeginn in China aufgehalten haben und bei jenen, die Kontakt mit einer erkrankten Person hatten.
Gut vorbereitet
Für mögliche Fälle sei man in OÖ jedenfalls gut vorbereitet. Des Weiteren sei die Gesamtsituation hier nicht mit jener in China vergleichbar. Hier habe man Zeit gehabt, sich vorzubereiten. „Europäische Infektionsexperten der ECDC gehen daher davon aus, dass eine massive Weiterverbreitung des Erregers in der europäischen Bevölkerung nicht zu erwarten ist“, so Bischof. Viel größer sei die Gefahr laut der Expertin aktuell übrigens, sich mit der Influenza, der echten Grippe, anzustecken. Neben gewissen Hygienemaßnahmen – wie zum Beispiel dem regelmäßigen Händewaschen – rät Bischof hierbei zu einer Impfung.
„Sehen das relativ ruhig“
Auch für Paul Gruber, Bezirkshauptmann von Urfahr-Umgebung, ist die Influenza momentan das aktuellere Thema im Bezirk. Angesprochen auf den Coronavirus, gibt er sich gelassen: „Wir sehen das relativ ruhig“. Sollten Fälle auftreten, gäbe es genaue Schritte, die einzuhalten seien. Es sei wichtig, vorbereitet zu sein – und das sei man im Bezirk auch. Vorbereitet ist auch das Rote Kreuz. Dort stimme man sich unter anderem regelmäßig mit der Gesundheitsbehörde ab, auch hinsichtlich des neuen Virus.


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