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URFAHR-UMGEBUNG. Wie kann das Immunsystem gestärkt ­werden? Wann spricht man von Grippe, wann von grippalem Infekt? Tips hat dazu mit Allgemeinmediziner Bernhard Schütz aus Kirchschlag bei Linz gesprochen.

Im Herbst haben Erkältungen Hochsaison. Foto: Aleksandra Suzi/shutterstock.com
Im Herbst haben Erkältungen Hochsaison. Foto: Aleksandra Suzi/shutterstock.com

Schnupfen, Husten, ein brummender Kopf und womöglich sogar Fieber: Kommt der Herbst, kommt auch die Erkältungszeit –doch warum ist das eigentlich so? „Meine Erklärung ist, dass wir im Winter trockene Schleimhäute haben, dass wir uns weniger bewegen und mehr zu uns nehmen – weil es kälter ist, essen wir auch mehr. Dann steigt der Cholesterinspiegel, dadurch ist die Immunabwehr herabgesetzt. Und dann kommt natürlich dazu, dass sich die Viren mehr ausbreiten, weil wir weniger lüften“, sagt Bernhard Schütz, Arzt für Allgemeinmedizin in Kirchschlag und Bezirksärztevertreter von Urfahr-Umgebung.

Wohlbefinden im Fokus

Um ein angeschlagenes Immunsystem zu stärken, gibt es laut dem Mediziner mehrere Dinge, die helfen können. So empfiehlt der Experte – wenn irgendwie möglich – zwei, drei Mal pro Woche Sport an der frischen Luft zu machen. Weiters sollte man Stress reduzieren, Sonne tanken, ausreichend schlafen, regelmäßig die Hände waschen, eventuell zwei Mal die Woche in die Sauna gehen und auf eine gut ­verdauliche Nahrung achten. Wichtig sei generell, die eigene Mitte zu finden: „Es geht darum, dass man sich insgesamt wohlfühlt, dass man die richtige Balance findet in der Zeit, wo die Grippeviren am meisten herumschwirren“, so Schütz, der auch betont, dass es keine einzelne Pille gäbe, um wieder topfit zu werden.

Grippe oder grippaler Infekt

Ist es aber schon zu spät und man erkrankt, stellt sich oft die Frage: Liegt eine Grippe oder ein grippaler Infekt vor? Auch hier kann der Fachmann aufklären: „Die wichtigste Unterscheidung ist: eine akute, rasche Erkrankung mit Muskeln- und Gliederschmerzen und hohem Fieber: das ist eine Grippe.“ Hinzu würden Kopfschmerzen und trockener Husten kommen. Schnupfen mit einer laufenden Nase sei hingegen eher ein Merkmal eines grippalen Infekts, bei einer echten Grippe komme dies eigentlich nicht vor.

Keine Angst vor Fieber

Was das Thema Fieber betrifft, findet Schütz vor allem einen Punkt wichtig: „Ich sage allen Eltern, Fieber ist etwas ganz Natürliches und Nützliches – und darf sein.“ Solange also ein Kind trotz Fiebers aufgeweckt ist und trinkt, sei dieses positiv und dürfe durchaus auch drei Tage bestehen. Wichtig sei dabei laut dem Mediziner aber immer, dass dies nur gelte, solange es dem Kind halbwegs gut gehe. Für den Erwachsenen sei es bei Fieber außerdem wichtig, zu schlafen. „Fieber ist gut, aber wenn ich dann nicht schlafen kann, dann ist es schlecht. Das heißt, da senke ich das Fieber lieber sanft, damit ich schlafen kann – weil der Schlaf genauso wichtig ist.“


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