Jugendbegegnung im Mühl-fun-viertel
KLAFFER. 56 Jugendliche aus sieben europäischen Ländern trafen sich im Mühl-fun-viertel in Klaffer, um die Themen Geschlechterrollen und Stereotype zu erarbeiten.

Seit vielen Jahren organisieren die Kinderfreunde Mühlviertel internationale Projekte für Kinder und Jugendliche aus ganz Europa. Eine solche Erasmus-Jugendbegegnung fand gerade wieder in Klaffer statt. Für Teilnehmer aus Portugal, Griechenland, Italien, Rumänien, Litauen, der Türkei und Österreich hieß es zwei Wochen lang „typisch Frau, typisch Mann“.
Unter dem Motto „Sex, gender, culture & arts“ wurden Geschlechterrollen und Stereotype zu Beginn theoretisch bearbeitet. Um die Themen tatsächlich greifbar für die Jugendlichen zu machen, wurde dann mit zahlreichen praktischen, künstlerischen Methoden gearbeitet.
Aufführung vor Publikum
Gemeinsam mit dem erfahrenen Theaterpädagogen Wolfgang Rohm vom Theater Asozial aus Ottensheim studierten die Jugendlichen eine eindrucksvolle und intensive Performance ein, die vor Publikum uraufgeführt wurde und am gesamten Gelände des Mühl-fun-viertels stattfand. Ein praktisches und zugleich abschreckendes Beispiel, wohin Intoleranz und Ausgrenzung führen können, erlebte die Gruppe beim Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen.
„Wir geben Jugendlichen aus ganz Europa jedes Jahr die Möglichkeit, sich bewusst und in praktischer Form mit Themen unseres gesellschaftlichen Alltags auseinanderzusetzen, Dinge zu hinterfragen und fernab vom Medienmainstream reale Fakten, statt Vorurteile zu erfahren“, erklärt Martin Kraschowetz, der Vorsitzende der Kinderfreunde Mühlviertel, die Grundintention der internationalen Projekte.


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