Kalkwerk Steyrling wird ab Ende Mai zum Nadelöhr auf der B138
BEZIRK KIRCHDORF. Sommerzeit ist (Straßen-)Baustellenzeit – dieser Befund bestätigt sich auch im Bezirk Kirchdorf. Größtes Projekt ist heuer die Erneuerung der Bahnüberführung beim Kalkwerk Steyrling.

Bisher gab es im Bereich Kalkwerk Steyrling eine im Jahr 1959 erbaute 160 Meter lange Plattenbalkenbrücke – diese wird nun durch zwei neue, kürzere Brücken ersetzt. Die Überführung der Pyhrnbahn im Bereich Kalkwerk wird künftig mit einer Länge von rund zehn Metern erledigt, die Voestrahmenbrücke wird acht Meter lang sein. Dazwischen wird auf Brückenhöhe aufgeschüttet.
Örtliche Umleitung
Um die nötigen Arbeiten durchführen zu können, wird der Verkehr der B138 ab 28. Mai über eine örtliche Umleitungsstrecke geführt. Bundesstraßenbenützer müssen dann einspurig und mit Ampelregelung in die Pyhrn-Priel-Region bzw. in Gegenrichtung fahren. „Die örtliche Umleitung ist bis 26. Oktober 2016 geplant. Als Ausweichroute bietet sich in dieser Zeit die A9 Pyhrnautobahn an, da insbesondere in den Sommermonaten mit Wartezeiten und Staus im Bereich Kalkwerk zu rechnen ist“, erklärt Raffael Gittmaier, Dienststellenleiter der Straßenmeisterei Kirchdorf.
Der Zeitpunkt der Bauarbeiten ist bewusst gewählt und mit den ÖBB-Bauarbeiten an der Pyhrnbahn abgestimmt. Das bestätigen auch Bezirkshauptmann Dieter Goppold, Straßenbezirksleiter Herbert Leitner sowie Verkehrsreferent Friedrich Wagner. Die Sanierungen im Bereich Kalkwerk seien ebenso wichtig für Infrastruktur und Straßensicherheit wie die anderen heuer geplanten Projekte.
Arbeitsprogramm
Zu diesen zählt der Neubau der Groißenbachbrücke auf der B140 in Grünburg genauso wie die Stützmauersanierung im Bereich Plangraben 2 auf der B140 Richtung Molln oder vergleichsweise kleinere Sanierungsarbeiten bei Brücken auf der L1325 Mollner Straße. Am Radweg-Lückenschluss zwischen Klaus und St. Pankraz, der bis 2018 vollendet sein soll, wird auch heuer weitergearbeitet. Entlang der B140 soll außerdem ein Lkw-Kontrollplatz für Polizei und Behörden geschaffen werden.
Raffael Gittmaier: „Es wird heuer vonseiten des Landes viel in die Straßen des Bezirks investiert. Dabei werden hauptsächlich Unternehmen aus dem Bezirk mit den Arbeiten beauftragt.“
Für die Erneuerung der Bahnüberführung beim Kalkwerk und den Neubau der Groißenbachbrücke werden jeweils rund vier Millionen Euro investiert. Bei der Stützmauersanierung im Plangraben rechnet man mit Kosten von zirka 800.000 Euro. Die Sanierungen der Brücken auf der Mollner Straße werden ingesamt mit etwa 850.000 Euro zu Buche schlagen.


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