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Damit Geschichte nicht vergessen wird: Schon fast 20 Gemeinden haben eine Topothek

Martina Gahleitner, 09.08.2016 06:30

BEZIRK ROHRBACH. Vor fünf Jahren hat Kollerschlag Pionierarbeit geleistet und eine Topothek aufgebaut. Mittlerweile gibt es bereits in 19 Gemeinden ein solches Online-Archiv und der Bezirksheimatverein  hat die Projektträgerschaft übernommen. Wer beim bezirksweiten Projekt ebenfalls dabei sein will, hat noch bis Ende September die Möglichkeit, sich zu melden.  

  1 / 3   Das Derschmidthäusl in Stratberg 1900: Solche Bilder werden in den Topotheken in digitalisierter Form für die nächsten Generationen erhalten.

„Damit nichts verloren geht und damit wir uns erinnern“, nennt der Obmann des Bezirksheimatvereins, Felix Grubich, Motto und Ziel des Leaderprojekts Topothek. Möglichst flächendeckend soll historisches Material digitalisiert und damit der Bevölkerung zugänglich gemacht werden. „Viele Fotos oder Dokumente liegen auf Dachböden oder werden oft einfach weggeschmissen. Wir möchten, dass dieses historische Material zu den Topothekaren gebracht wird, damit es auch für die nächsten Generationen erhalten bleibt“, ergänzt Grubich. Der Bezirksheimatverein hat selbst eine Topothek, ebenso wie 19 Gemeinden, von denen die meisten schon online sind.  „Unzählige Fotos, Dokumente, Karten, Schriften oder Audio- und Videoaufzeichnungen sind von jedem mit Internetzugang jederzeit abrufbar“, freut sich Ignaz Märzinger, der im Topothek-Kernteam für die Einschulung und Weiterbildung der Topothekare zuständig ist. „Mit ihnen steht und fällt alles. Denn wenn nichts eingepflegt wird, steht auch nichts im Online-Archiv. Am Anfang ist zwar viel Aufbauarbeit notwendig, aber dann läuft es“, schildert der Kollerschläger. Für ihn vergeht kaum ein Tag, an dem er keinen Anruf oder keine Anfrage zu diesem Thema bekommt.

Vor wenigen Tagen wurde übrigens vom Putzleinsdorfer Topothekar Friedrich Neißl der 100.000ste Eintrag in der Gesamt-Topothek durchgeführt.

Projektstart am 1. Oktober

Das bezirksweite Topothek-Projekt startet mit Anfang Oktober. Gemeinden, die mitmachen und damit die finanziellen Förderung über die Leaderregion Donau-Böhmerwald nutzen wollen, sollen sich bis dahin melden. Der Bezirksheimatverein übernimmt die Lizenzgebühren, Schulungen der ehrenamtlichen Mitarbeiter, Ausstellungen, Öffentlichkeitsarbeit oder Reproduktionen. Nach drei Jahren Laufzeit soll die Finanzierung vom Land OÖ übernommen werden.

Möglichkeit zur Anmeldung gibt es bei der Ortsbildmesse, die am 4. September in Kirchhberg stattfindet und bei der der Bezirksheimatverein mit einem Info-Stand für die Topothek vertreten ist. Infos gibt es außerdem bei der Leaderregion Donau-Böhmerwald (www.donau-boehmerwald.info).


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