Ringstraßen-Sanierung hat begonnen: vier Jahre Baustelle im Stadtzentrum
KREMS. Es ist so weit: Nach langer Planung startete am 24. Februar die aufwändige Sanierung der Abwasserkanäle unter der Ringstraße. Die Kremser Hauptverkehrsader wird nun für mindestens vier Jahre zur Baustelle. Autofahrer können den Baustellenbereich nur noch Richtung Wachau passieren.

In den kommenden vier Jahren wird die Ringstraße auf ihrer gesamten Länge zwischen der Kreuzung Austraße und der Landesgalerie saniert. Hintergrund sind nicht nur Schäden auf der Fahrbahn, sondern vor allem die dringende Erneuerung der Abwasserkanäle unter der Ortsdurchfahrt, die laut Stadt nicht mehr länger warten kann. „Die Versorgung des gesamten Stadtzentrums hängt an diesem Kanal“, unterstreicht Bürgermeister Reinhard Resch (SPÖ) die hohe Bedeutung des Projekts.
So sieht der genaue Plan aus
Die Arbeiten werden nun in zwei Etappen durchgeführt. Am Montag, 24. Februar wurde mit dem ersten Bauabschnitt begonnen. Dieser liegt zwischen Hamerlingstraße und Austraße und soll bis Jahresende 2020 abgeschlossen sein. Los geht es mit dem Bereich zwischen Hamerlingstraße und Gartenaugasse (Höhe Senecura Sozialzentrum). Im Februar 2021 folgt der Bereich zwischen Hamerlingstraße und Utzstraße, mit einer Sommerpause während des Wachauer Volksfestes. Ab 2022 wandert die Baustelle weiter Richtung Stein. Bis 2023 soll das Megaprojekt laut Magistrat abgeschlossen sein.
Verkehrskonzept beauftragt
Die größte Herausforderung ist die Verkehrslösung während der Bauarbeiten. Laut Bürgermeister Resch passieren täglich 23.000 bis 24.000 Fahrzeuge den Bereich der Ringstraße zwischen Utz- und Austraße. Aus technischen Gründen muss die Straße für die Kanalsanierung über die gesamte Fahrbahnbreite aufgegraben werden. Die Stadt hat daher ein Verkehrskonzept für die einzelnen Bauphasen erstellen lassen.
Mehrere Umleitungen
Höchste Priorität hat laut Bürgermeister der öffentliche Busverkehr. Während der gesamten Bauzeit wird die Ringstraße zur Einbahn und bleibt in Richtung Wachau befahrbar. Autofahrer, die in die Gegenrichtung wollen, müssen während der ersten Bauetappe eine Umleitung über Utzstraße/Heinemannstraße, Bertschingerstraße und Austraße nutzen. Eine kleinräumige Umleitung ist aktuell außerdem über Hamerlingstraße, Edmund-Hofbauer-Straße und Brandströmstraße ausgeschildert. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, die Ringstraße weiträumig über die B3 zu umfahren. Diese Lösung ist für Lkws über 3,5 Tonnen während der gesamten Bauzeit übrigens ein Muss.
Bilanz nach dem ersten Tag
Seit Montag, 24. Februar ist die Ringstraße im Baustellenbereich nun halbseitig gesperrt. Polizeibeamte überwachten in den ersten Stunden den Verkehr. „Das erwartete Verkehrschaos blieb aus. Einzig ein Autofahrer übersah die Einbahn in der Ringstraße, konnte aber unter Mithilfe der bauausführenden Firma unfallfrei vorbeigelotst werden. Der private Individualverkehr hielt sich ab Beginn der Baustelle an die beschilderten Umleitungen“, zieht Bernd Hahslinger, Leiter der städtischen Abwasserwirtschaft eine positive Bilanz.
Ombudsstelle eingerichtet
„Verkehrseinschränkungen sind während der Bauzeit leider nicht vermeidbar“, so der Bürgermeister. Er bitte jedoch um Verständnis für diese „unaufschiebbare und wichtige Investition in die Infrastruktur unserer Stadt“. Für Fragen zur Ringstraßensanierung wurde im Magistrat übrigens eine Ombudsstelle eingerichtet: Tel. 02732/801-499, E-Mail: ringstrasse@krems.gv.at.<


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