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KREMS. Der Mobile Hospizdienst der Caritas hat im Februar sein neues Büro am Bahnhofplatz bezogen. Bei einem Tag der offenen Tür informierten nun führende Vertreter über das Angebot des Sozialdienstes. Im Gespräch mit Tips gibt der langjährige ehrenamtliche Sterbebegleiter Walter Ruzicka einen Einblick in seine Arbeit.

„Tag der offenen Tür“ beim Mobilen Hospizdienst der Caritas: Pfarrer Franz Richter, Caritas-Direktor Hannes Ziselsberger, die Leiterin des Mobilen Hospizdienstes der Caritas St. Pölten, Edda Kaufmann, Gemeinderat Klaus Bergmaier (SPÖ), Caritas-Bereichsleiterin Karin Thallauer, die Koordinatorin des Kremser Hospizdienstes, Claudia Psota und der ehrenamtliche Mitarbeiter Walter Ruzicka Foto: Brandt

Schwerkranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten, hat sich der Mobile Hospizdienst der Caritas zur Aufgabe gemacht. Im Februar hat die Institution ihr neues Büro am Kremser Bahnhofplatz bezogen. Von hier aus werden 20 ehrenamtliche Helfer, welche derzeit im Raum Krems im Einsatz sind, koordiniert.

Begleitung über mehrere Monate

Einer dieser Helfer ist Walter Ruzicka. Der ehemalige Lehrer unterstützt schon seit 1995 den Mobilen Hospizdienst und arbeitet auch in der Seelsorge des Kremser Universitätsklinikums mit. „Es bereichert mich sehr“, sagt der Kremser über seine Motivation für diese schwere Aufgabe. Teilweise begleitet er Menschen über Monate hinweg. Meistens einmal pro Woche, in der letzten Phase durchaus auch häufiger.

„Wir sind keine Sterbehelfer“

Wie muss man sich nun eine Sterbebegleitung vorstellen? Das Wichtigste sei, sich Zeit für den Patienten zu nehmen, erzählt Ruzicka. Er nütze diese beispielsweise für gemeinsame Gespräche, zum Vorlesen oder Musizieren. „Wir sind keine Sterbehelfer, sondern Begleiter“, betont der Kremser. Der Tod eines Klienten gehe auch im nahe.

Kostenloses Angebot

Das Angebot der Hospizbegleitung kann kostenlos in Anspruch genommen werden. Für Hinterbliebene ist eine Trauerbegleitung möglich. Am Trauertelefon ist jeden Dienstag und Donnerstag von 18 bis 20 Uhr eine anonyme Beratung möglich (Tel. 0676/83844299). Finanziert wird der Mobile Hospizdienst etwa zur Hälfte vom Land Niederösterreich und durch Spenden.

Weitere Ehrenamtliche gesucht

Der Hospizdienst freut sich über neue ehrenamtliche Helfer, die von der Caritas für ihre künftige Aufgabe ausgebildet werden. Der nächste Lehrgang startet im März, die Kurskosten werden den Teilnehmern, sofern sie anschließend ehrenamtlich als Sterbebegleiter für die Caritas tätig werden, über einen Zeitraum von fünf Jahren refundiert.


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