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KREMS. Seit 21 Jahren befasst sich der Gestaltungsbeirat der Stadt Krems mit Bauvorhaben, die einen hohen Einfluss auf das Ortsbild haben. Vor der 100. Sitzung zogen die Mitglieder des Beirats gemeinsam mit Vertretern der Stadt eine Bilanz der bisherigen Arbeit.

Zogen im Rahmen eines Pressegesprächs Bilanz (v. l.): der frühere Stadtbau­direktor Wolfgang Krejs, Vizebürgermeister Wolfgang Derler (ÖVP), Beirat Ernst Fuchs, Bürgermeister Reinhard Resch (SPÖ), Beiratsvorsitzende Anne Mautner Markhof, Vizebürgermeister Gottfried Haselmayer (SPÖ), Beirat Johann Traupmann und Stadtbaudirektor Reinhard Weitzer Foto: Brandt
Als der Gemeinderat 1993 einstimmig die Einrichtung eines Gestaltungsbeirats beschloss, übernahm die Stadt damit eine Vorreiterrolle in Österreich. Der damalige Baudirektor Wolfgang Krejs hatte dieses Modell aus Salzburg gekannt und diese Idee schließlich für Krems übernommen. Mittlerweile gibt es bundesweit rund 50 Städte, die über ein solches Gremium verfügen. Immer dann, wenn ein Bauvorhaben öffentliches Interesse hervorruft, schaltet die Stadt den Gestaltungsbeirat ein. Ein Team aus drei externen Architekten befasst sich dann mit den Projekten und berät Bauherren und Planer. Im Laufe der vergangen 21 Jahre hat der Beirat insgesamt 266 Projekte behandelt. „Einige werden heute noch kontrovers diskutiert, die allermeisten repräsentieren genau die erhofften Qualitäten und einige haben es zu Auszeichnungen und Architekturpreisen gebracht“, resümiert Stadtbaudirektor Reinhard Weitzer. Zu preisgekrönten Bauprojekten zählen zum Beispiel der Neubau des Hotels Klinglhuber oder auch die Gedesag-Wohnanlage in der Goldenkrongasse. “Moderieren und Motivieren“ nennt Gestaltungsbeiratsvorsitzende Anne Mautner Markhof als Ziel des Beirats. Ein wesentlicher Anspruch bei der Beurteilung der Projekte sei, die „historisch einmaligen Eigenschaften der Stadt Krems, aber auch die landschaftlich herausragenden Qualitäten der Umgebung zu würdigen und zu erhalten“. Bis zu vier Mal beschäftigt sich der Gestaltungsbeirat mit einem Bauvorhaben. Mautner Markhof zufolge geht es dabei unter anderem um Themen wie Erschließung, Proportionen, Materialien, Oberflächen oder die Höhenentwicklung. „Wir haben noch nie ein Projekt aus Jux und Tollerei abgelehnt“, betont Beiratsmitglied Johann Traupmann. Oftmals schlage man einen Gestaltungswettbewerb vor, ergänzt Beirat Ernst Fuchs.   „Erfolgsgeschichte“ Laut Bürgermeister Reinhard Resch (SPÖ) handelt es sich beim Gestaltungsbeirat um eine „Erfolgsgeschichte“, die Mitglieder hätten viele positive Spuren in Krems hinterlassen. Es gehe dabei nicht nur um jene Bauvorhaben, die heute das Ortsbild prägen, sondern auch um jene, die wegen mangelnder Qualität gar nicht gebaut worden seien.  

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