Jetzt sind die Ideen der Planer gefragt
KREMS. Der Kremser Stadtteil Stein soll vom Verkehr entlastet werden. Das Land Niederösterreich hat daher zwei Planungsbüros beauftragt, entsprechende Lösungsvorschläge zu entwickeln. Auch eine Untertunnelung der B 3 steht zur Debatte.

Neue Landesgalerie, Medizin-Uni und vielleicht noch ein Casino: Der Stadtteil Stein wird sich in den kommenden Jahren deutlich verändern. Mit den neuen Einrichtungen ist auch mit einem höheren Verkehrsaufkommen zu rechnen. Im Zuge der geplanten Errichtung der Landesgalerie neben dem Karikaturmuseum hat das Land Niederösterreich daher die Verkehrsplaner Werner Retter (Krems) und Philip Rosniak (Wien) mit der Erstellung eines Verkehrskonzepts beauftragt.
„In die Überlegungen werden verschiedenste mögliche Verkehrslösungen zwischen Hafenstraße und Kreisverkehr Zellerplatz einbezogen“, erklärt der für Bauangelegenheiten zuständige Kremser Vizebürgermeister Gottfried Haselmayer (SPÖ) auf Anfrage. Hier gebe es mehrere Möglichkeiten: Die schon mehrfach angedachte Verlängerung der Utzstraße bis zur B 3 sei ebenso eine Lösungsmöglichkeit wie die visionäre aber auch äußerst kostspielige Verlegung der Bundesstraße unter die Erde. „Es wird über viele Ideen nachgedacht“, so Haselmayer. Das Ergebnis der Planer sei für die Stadtpolitik nicht bindend, sondern solle Empfehlungen liefern.
FPÖ zeigt sich skeptisch
„Geld scheint bei diesen Planungen keine Rolle zu spielen“, wundert sich der Steiner FPÖ-Stadtrat Werner Friedl. „Leute mit mehr Realitätssinn fürchten zu Recht, dass dies wieder eines der vielen Beispiele für Planungen in Krems ist, die nach einiger Zeit unrealisiert in den städtischen Schubladen verschwinden. Die finanzielle Situation der Stadt Krems ist ja hinreichend bekannt und gestattet eine gewisse Skepsis bezüglich der konkreten Umsetzung dieser Pläne“, so Friedl weiter.


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