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KREMS. Im Mai hat Familie Seidl ihr „Hofbräu am Steinertor“ eröffnet. Nun folgen weitere großangelegte Umbau- und Sanierungsarbeiten im Gastronomiebereich sowie im angrenzenden Einkaufszentrum und in der Tiefgarage. Erstmals soll auch ein Christkindlmarkt im Gastgarten angeboten werden.

  1 / 3   Familienprojekt: Othmar, Julian und Willi Seidl (v. l.) stellen ihre Pläne für den Brauhof und das Einkaufszentrum Steinertor bei einem Pressegespräch vor. Foto: Brandt

Nach 169 Betriebstagen musste das neue „Hofbräu am Steinertor“ vor wenigen Tagen vorübergehend zusperren. Der Grund: Laut Besitzer Othmar Seidl wurde der Boden in der Küche unsachgemäß verlegt und muss nun noch einmal komplett neu gemacht werden. Für den Unternehmer bedeutet dies eine Zwangspause von einem Monat. Diese will man gleichzeitig auch für weitere Umbauarbeiten im Lokal nutzen. So soll die Vinothek Leopold noch mehr Barcharakter erhalten.

Erstmals Christkindlmarkt

Am 24. November will Familie Seidl das Hofbräuhaus wieder aufsperren. Nur wenige Tage später, am 1. Dezember, soll im Gastgarten der 1. Christkindlmarkt eröffnen. Geboten werden nicht nur Punsch und Glühwein, sondern auch Stände mit Kunsthandwerk, ein Christbaumverkauf sowie ein Rahmenprogramm. Ein Teil des Erlöses kommt der Aktion „Hilfe im eigenen Land“ von Sissy Pröll sowie der Feuerwehr Krems zu Gute. „Wir haben hier in Krems ja noch etwas Nachholbedarf, was Stimmung zu Weihnachten anbelangt“, begründet Othmar Seidl seine Initiative. Ziel sei es, mit dem Christkindlmarkt einen Anstoß für weitere derartige Aktivitäten in der Innenstadt zu geben.

Bemühungen um Lärmschutz

Parallel dazu laufen die Bemühungen, den Lärmschutz im Gastgarten zu verbessern. Denn nur wenn sämtliche Auflagen erfüllt sind, bekommt Seidl vom Magistrat die Erlaubnis, regelmäßig Livemusik im Freien anbieten zu können. Rund 4000 Besucher hatten per Unterschrift gegen das so genannte „Musikverbot“ protestiert. „Wir sind stolz, ein Thema aufgegriffen zu haben, das die Leute bewegt“, meint Seidl. Nun versuche man „auf eine ganz ruhige Weise“ eine Lösung zu finden. Probleme bereite jedoch der Denkmalschutz des Gebäudes. „Wir probieren es jetzt mal ohne Bauwerke“, erklärt Planer Willi Seidl. Vom ursprünglichen Plan, bei Bedarf zeitweilig Glaswände aufzustellen, sei man wieder abgekommen. Nun setze man stattdessen auf spezielle Lärmschutzschirme.

Neue Sitzlaube

Neben den Lärmschutzmaßnahmen sind im Gastgarten noch weitere Veränderungen geplant. Willi Seidl zufolge soll es künftig eine Sitzlaube geben, in die auch die Videowall integriert wird. Außerdem soll der danebenliegende Zugang ins Bürozentrum neu gestaltet werden.

C&A-Fläche wird Baustelle

Größere Baumaßnahmen sind ab 2018 auch im Einkaufszentrum geplant. Nachdem das Modehaus C&A mit Jahresende auszieht, werden rund 4000 Quadratmeter Fläche frei. Othmar Seidl zufolge werden dort zwei neue Mieter einziehen, die keine Konkurrenz zu bestehenden Betrieben darstellen. Wer die beiden Firmen genau sind, will er noch nicht verraten: Nur so viel: Es werden keine Gastrobetriebe sein. Ebenfalls geplant sei ein neuer Panoramalift in der Mitte des Einkaufszentrums.

Tiefgarage wird saniert

Am Laufen sind derzeit die Sanierungsarbeiten in der hauseigenen Tiefgarage. Diese soll sich laut Julian Seidl künftig „heller und freundlicher“ präsentieren. So wurde bereits die Beleuchtung auf LED umgestellt. Derzeit sind die Maler am Zug. Wann die geplante Erweiterung der Tiefgarage erfolgt, steht noch nicht fest.


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