Notarzthubschrauber: Entscheidung über Nachtflugbetrieb fällt in wenigen Monaten
GNEIXENDORF. Bis Ende des Sommers soll die Entscheidung fallen, ob der Kremser Notarzthubschrauber Christophorus 2 weiterhin in der Nacht fliegt.

Bis Jahresende läuft am Flugplatz Gneixendorf ein österreichweites Pilotprojekt: der dort stationierte ÖAMTC Notarzthubschrauber Christophorus 2 ist der einzige, der rund um die Uhr im Einsatz ist. Seit Anfang 2017 kann er auch in der Nacht zu Einsätzen alarmiert werden. Vor wenigen Tagen besuchte nun die für das Rettungswesen zuständige Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig den Stützpunkt. „Die Entscheidung über die weitere Zukunft muss bis Ende des Sommers fallen. Derzeit werden die Zahlen analysiert und nachgedacht, in welcher Ausgestaltung das österreichweite Pilotprojekt hinkünftig betrieben wird“, erklärt die Landesrätin.
Viele Patienten in Lebensgefahr versorgt
Im Jahr 2017 wurde der Rettungshubschrauber 256-mal in der Nacht alarmiert. Heuer hob er bis Anfang Mai zu 87 Nachteinsätzen ab. In rund 50 Prozent der Fälle habe sich der Patient in akuter Lebensgefahr befunden, so Königsberger-Ludwig. Sie bedankt sich für die Zusammenarbeit beim ÖAMTC: „Mehr als 90 Prozent Niederösterreichs können von Gneixendorf aus in der Nacht bei Notfällen abgedeckt werden.“


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