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GROSSRIEDENTHAL. Der Wagramer Winzer Arnold Holzer führt seinen Familienbetrieb bereits in der fünften Generation. Einen besonders hohen Stellenwert hat für den 28-Jährigen der „Rote Veltliner“ als Spezialität des Wagrams. Die Vielseitigkeit, die Verbundenheit zur Natur und die Möglichkeit neue Menschen kennen zu lernen, machen für ihn die Faszination des Winzerberufs aus.

Jungwinzer Arnold Holzer aus Großriedenthal fühlt sich nicht nur bei der Arbeit pudelwohl in seinen Weingärten. Foto: Sophie Ebner

Von Martin Grob

Der Wagram ist ein Höhenzug, der sich auf beiden Seiten entlang der Donau von Krems Richtung Tulln erstreckt. Seine fruchtbaren Lössböden eignen sich besonders gut für den Weinbau. Hier lebt und arbeitet der 28-jährige Winzer Arnold Holzer, der das elterliche Weingut bereits in der fünften Generation führt. Zu den wichtigsten Lagen des „Eschenhofs“ zählen so klingende Namen wie „Eisenhut“, „Altweingarten“ und „Goldberg“.

Roter Veltliner als besondere Spezialität

Auf 18 Hektar Rebflächen baut der Großriedenthaler Grünen Veltliner, Roten Veltliner, Riesling, Frühroten Veltliner und Zweigelt an. Seine bevorzugte Rebsorte ist der Rote Veltliner, weil dieser eine „autochthone“ Sorte ist, also keine Kreuzung aus mehreren Rebsorten, und weil er als Spezialität des Wagrams gilt. „Sorgsam damit umgegangen, kann man aus den Trauben sehr tiefgehende Weine herstellen“, sagt Holzer. Da die Sorte „eine Diva im Weingarten ist“, existieren heute nur noch ungefähr 230 Hektar dieser besonderen Rebe.

Vielseitiger Beruf

Die Vielseitigkeit macht für Holzer den Beruf des Winzers aus. Neben den Momenten in der Natur zählt dazu genauso die immer wichtiger werdende Büroarbeit. Einen „typischen Arbeitstag“ gibt es deshalb für ihn nicht. Als seine drei wichtigsten Aufgaben nennt er neben den gesunden Trauben und der Veredelung des Weins auch die Vermarktung.

Wein weckt Gefühle

Das Schönste ist für den 28-jährigen Winzer jedoch, wenn er sich nach der Ernte auf einen neuen Jahrgang freuen darf. Er liebt es, ein Produkt herzustellen, zu dem viele Menschen eine emotionale Beziehung entwickeln. Seine Weine macht er so, wie er selber gerne Wein trinkt und sieht sich dabei als seinen wichtigsten Kunden.

Persönliche Ziele

Die größte Herausforderung seines Berufs ist für Holzer, die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben nicht zu sehr verschwimmen zu lassen. Er versucht Abstand zu nehmen, um das Erreichte genießen zu können. Für die Zukunft wünscht er sich, neben Stabilität und Gesundheit, weitere ausländische Märkte zu erschließen und dabei etwa in typischen Weinländern wie Italien, Spanien und Frankreich Fuß zu fassen.

Blick auf den Jahrgang 2016

Und was dürfen wir uns vom Weinjahrgang 2016 erwarten? Holzer verspricht sich hier sehr viel. Aufgrund des tollen Spätsommers hätten die Pflanzen genug Wasserreserven und die Trauben ausreichend Säure und Reife. Deshalb seien alle Voraussetzungen gegeben, um daraus hervorragende Weine zu machen.

Weitere Informationen:

http://eschenhof-holzer.at/


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