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KREMSMÜNSTER. Ortsbauernobmann Konrad Bischof aus Kremsmünster möchte den Leuten den Most wieder schmackhaft machen, dafür wird auch kräftig investiert.

Ortsbauernobmann Konrad Bischof, Foto: Egelseder
Ortsbauernobmann Konrad Bischof, Foto: Egelseder

Das vergangene Jahr herrschte Baustelle auf dem Hof von Konrad und Maria Bischof. Im ehemaligen Heuschuppen ist nun eine exklusive Mostschenke zu finden. Als nächstes wird auf Bio umgestellt. „Ich wollte immer schon Biobauer werden“, erzählt Bischof. Ein neuer Stall mit Plätzen für rund 30 Bio-Mastschweine wird noch heuer gebaut. In Planung ist zudem noch ein weiterer Bio-Stall.

Stärker auf die Regionalität zurückbesinnen

Seit sieben Jahren ist Konrad Bischof Ortsbauernobmann in Kremsmünster und berichtet, dass die Anzahl an Schweinebauern im Ort sinkt, doch die Geflügelhaltung steigt. „Wir haben gute Voraussetzungen hier, müssen uns aber stärker auf die Regionalität zurückbesinnen“, so der 47-Jährige.

Konsument ins Boot holen

„Landwirtschaft und Konsum sind im Wandel. Die Bauern müssen deshalb noch stärker auf die Bedürfnisse der Konsumenten eingehen. Meine Vision ist es, dass sich die Konsumenten und Bauern zusammenschließen“, so der fünffache Vater.

Blühwetter ist wichtig

Drei Baumgärten mit insgesamt rund 200 Bäumen gehören zum Hof der Bischofs. Jährlich werden 100 Eimer Most zu je 56 Litern produziert. „Die Landlbirne ist am beliebtesten, aber auch die Speckbirne und die Champagner Weinbirne bauen wir an“, so Konrad Bischof, der auch Saft produziert.

Das Blühwetter ist sehr wichtig. Wenn es zu kalt ist, fliegen die Bienen nicht. „Es gefällt mir, dass in der Landwirtschaftlichen Fachschule Schlierbach als Freigegenstand Imkerei angeboten wird, denn für eine gute Ernte werden die Bienen gebraucht“, so Bischof.

Verein Most Traun4tler gegründet

Vor kurzem hat Konrad Bischof gemeinsam mit anderen Mostbauern den Verein „Most Traun4tler“ gegründet. „Wir treten dafür ein, den Most wieder beliebter zu machen. Es geht mir auch darum, unsere Baumreihen als Kulturlandschaft zu erhalten“, sagt der Ortsbauernobmann.

Most ausschenken

Donnerstags und sonntags ab 16 Uhr schenkt Konrad Bischof seinen Most aus. Ab Donnerstag, 4. Mai, ist die „Jausenzeit“ eröffnet. „Unsere Lebensmittel werden zum Großteil selbst produziert. Der Rest kommt aus der Region“, ist Bischof stolz.


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