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36 Feuerwehren mit 275 Einsatzkräften nahmen an Großübung in Kremsmünster teil

Leserartikel Carina Kerbl, BSc MSSc, 26.04.2018 19:49

KREMSMÜNSTER. Unter der Annahme, dass ein Tankbehälter in Vollbrand steht und zusätzlich Rohöl in die nahe gelegene Krems austritt, wurde eine Großübung zum Trainieren von Stabsarbeit und Abläufen durchgeführt.

Foto: FF Kremsmünster
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Zur Sicherung der Energieversorgung Österreichs bei Versorgungsengpässen betreibt die Firma RAG in der Gemeinde Kremsmünster ein Pflichtnotstandreserven-Tanklager mit einem Fassungsvermögen von vier Tanks zu je 60.000 Kubikmeter Rohöl. Die Tanks sind mit redundanten Brandfrüherkennungssystemen und vollautomatischen Beschäumungsanlagen ausgestattet.

Koordination größte Herausforderung

Darüber hinaus sieht die Notfallplanung für nicht vorhersehbare Zwischenfälle einen umfassenden Einsatz der Feuerwehren vor. Unter der Annahme, dass ein Tankbehälter in Vollbrand steht und zusätzlich Rohöl in die nahe gelegene Krems austritt, wurde eine Großübung zum  Trainieren von Stabsarbeit und Abläufen durchgeführt. Die Herausforderung bestand darin 26 Feuerwehren aus fünf Bezirken, mit 40 Fahrzeugen und 275 Einsatzkräften zu koordinieren.

Vollbrand als Annahme

Zunächst wurde die Feuerwehr Kremsmünster über die Brandmeldeanlage des RAG-Tanklagers zu einem Brand alarmiert. Unter der Annahme, dass ein Tank in Vollbrand steht, veranlasste Einsatzleiter Gerhard Bruckner gemäß Sonderalarmplan die Alarmierung der 26 Feuerwehren aus den Bezirken Kirchdorf, Linz-Land, Steyr-Land, Wels-Land und Wels-Stadt.

Brandfrüherkennung löste Beschäumung aus

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte waren bereits alle stationären Löschsysteme in Vollbetrieb. Zwei Feuerlöschpumpen sicherten  die Löschwasserversorgung. Die Brandfrüherkennung löste eine automatisierte Beschäumung des betroffenen Tanks mit Schaum über acht Schaumrohren aus.

Sperrung der Landesstraße

Unabhängig der Löscherfolge durch die stationären Löschsysteme wurde ein umfassender Einsatz durch die anrückenden Feuerwehren gestartet. Die Einsatzleitung wurde gegenüber dem Tanklager eingerichtet und eine Sperrung der Schlierbacher Landesstraße zwischen Kremsmünster und Wartberg veranlasst.

Fünf Einsatzabschnitte

Die fünf im Sonderalarmplan definierten Einsatzabschnitte wurden von den Fahrzeugen der Feuerwehren des Pflichtbereichs Kremsmünster besetzt. Ein reger Befehls- und Informationsaustausch zwischen den Abschnitten und der Einsatzleitung wurde durch zwei Funker in der Einsatzleitung durchgeführt.

17 Atemschutztrupps im Einsatz

Die von Rüst-Kremsmünster, MTF-Voitsdorf und ASF-Kirchdorf/Krems geführte Atemschutzsammelstelle koordinierte 17 Atemschutztrupps. Austausch und Transport der Atemschutztrupps wurde durch die Pumpe Ehrnsdorf sichergestellt. Das Errichten einer Ölsperre in der Krems um etwaig ausgeflossenes Öl aufzustauen und abzusaugen, wurden von Öl-Klaus und Rüstlösch-Klaus wahrgenommen.

Annahme Feuerwehrmitglied verletzt im Pumphaus

Während den Löscharbeiten wurde nach Annahme im Übungsablauf ein Feuerwehrmitglied im Pumpenhaus verletzt. Das Rote Kreuz wurde in das Gelände beordert, um die Versorgung des verletzten Kameraden durchzuführen und mit Unterstützung der Feuerwehr, den stabilisierten Kameraden aus dem Tanklager zu bringen.

Evakuierung binnen zehn Minuten

Nach einer Stunde Übungsdauer wurde entschieden das gesamte Gelände zu evakuieren, wobei auf einen ruhigen und geordneten Ablauf geachtet wurde. Nach knapp zehn Minuten hatten alle eingesetzten Kräfte das zirka acht Hektar große Gelände verlassen.

Übung nach zwei Stunden beendet

Nach zwei Stunden wurde eine der größten Übungen in Oberösterreich beendet. Diese wurde vom Führungspersonal der RAG, Vertretern des OÖ Landesfeuerwehrverbandes, den Bezirks- und Abschnittsfeuerwehrkommandanten der eingesetzten Feuerwehren und einem unabhängigen Beobachter mitverfolgt und der Übungserfolg bewertet.


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