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KREMSMÜNSTER. Der 70-jährige Rudolf Lughofer aus Kremsmünster kaufte sich vor 50 Jahren seinen ersten Dudelsack: eine Bockpfeife. 

Rudolf Lughofer beim Spielen des Dudelsackes. Foto: Carina Kerbl
  1 / 2   Rudolf Lughofer beim Spielen des Dudelsackes. Foto: Carina Kerbl

Bereits in fünfter Generation lebt Rudolf Lughofer in Kremsmünster. Der heute 70-Jährige war schon in seiner Jugend sehr musikalisch, als er in der Schülermusikkapelle des Stiftsgymnasiums Kremsmünster spielte.

Eine Reise nach Prag veränderte sein Leben

Bei einer Reise nach Prag 1968 sah er in der Auslage eines Geschäftes eine Bockpfeife, die er erwerben wollte. Da es aber Sonntag war und das Geschäft geschlossen hatte, fuhr er ohne das Instrument wieder heim. Kurze Zeit später reist er erneut nach Prag, um die Bockpfeife zu kaufen.

Nach Leihgabe kaputt zurück

Als er diese aber 1975 dem Landestheater Linz leiht, erhält er sie mit gebrochener Spielpfeife zurück. Eine Reparatur war nicht möglich, da der böhmische Hersteller hinter dem Eisernen Vorhang wohnte. Erst 1982 kaufte sich Lughofer einen neuen Dudelsack und begann damit professionell zu üben.

Musikgruppe gegründet

Der ehemalige Berufsschullehrer gründete im September 1985 die „Dudelsackgruppe Lughofer“. Die Besetzung spielte neben Dudelsack weitere Instrumente, wie Akkordeon, Bass, Klarinette und Geige. Sie hatten Auftritte in Europa, aber auch in Afrika. Auch heute tritt Lughofer noch bei Veranstaltungen mit seinem Dudelsack auf.

Dudelsack wurde von Harmonika in Österreich verdrängt

Der Dudelsack ist aber nicht, wie viele meinen, ein rein schottisches Instrument. Er war lange Zeit in ganz Europa verbreitet. Der Dudelsack ist in Österreich Mitte des 19. Jahrhunderts durch die Ziehharmonika verdrängt worden. Kaiser Nero (37 bis 68 nach Christus), Herrscher des Römischen Reiches, war der erste namentlich erwähnte Dudelsackspieler, wie Lughofer gegenüber Tips berichtete. Auch im Alten Testament finden sich laut Lughofer auch Hinweise auf Dudelsäcke.


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