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KREMSMÜNSTER. Vor zwei Jahren kamen 40 unbegleitete Jugendliche aus verschiedenen Ländern in Kremsmünster an. Sie fanden im leer stehenden Bezirksgericht eine bescheidene Bleibe. Von Mitarbeitern der Volkshilfe und ehrenamtlichen Helfern betreut, haben sie sich schnell eingelebt.

Schüler der Pflichtschulabschluss (PSA) Schule in Kremsmünster
  1 / 4   Schüler der Pflichtschulabschluss (PSA) Schule in Kremsmünster

Doch die vielen tausend Kilometer auf der Flucht haben diese Jugendlichen geprägt. Viele davon hatten keine Eltern mehr und es wurde ihnen auch ihre Kindheit genommen. Von Beginn an haben die Jugendlichen brav Deutsch gelernt und gingen auch in Kremsmünster und Kirchdorf zur Schule.

Es gab Tränen

„Leider gab es nach einem Jahr den Erlass, dass über 15-Jährige nicht mehr in die Pflichtschule dürfen. Da gab es Tränen. Einige der Jungs hatten das Glück einer Patenschaft. Das half natürlich bei der Integration. Manche sind nämlich sehr talentiert und handwerklich geschickt“, berichtet Karl Öllinger, Koordinator in Kremsmünster.

Projekt Pflichtschulabschluss

Um den Jugendlichen doch die Möglichkeit eines Pflichtschulabschlusses zu bieten, erklärten sich einige Ehrenamtliche bereit, im Pfarrheim Kremsmünster zu unterrichten mit dem Ziel, dass zu einem späteren Zeitpunkt Prüfungen seitens der Neuen Mittelschule erfolgen. „Dieses Vorzeigeprojekt wird anerkannt und von höchster Stelle gelobt“, freut sich Öllinger, der Deutschunterricht gibt.

Tagesablauf der Jugendlichen

Die Betreuer machen mit den Jugendlichen auch Exkursionen, damit sie das Land kennen lernen. Sie veranstalten aber auch sportliche Wettkämpfe, wie Fußballturniere und Volleyballspiele. Aber der Tagesablauf besteht nicht nur aus Lernen und Sport, die Jugendlichen müssen sich auch selbst versorgen. Dafür steht eine Küche zur Verfügung, welche unterschiedlich genutzt wird.Manche möchten auch gerne arbeiten, doch es gibt gesetzliche Auflagen. Lediglich eine Mitarbeit bei sozialen Einrichtungen oder bei Mangelberufen wäre denkbar.

Bezirkszahlen

Im Bezirk Kirchdorf befinden sich derzeit 25 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) in der oö. Landesgrundversorgung, 20 davon in Kremsmünster, jeweils zwei in Grünburg und Micheldorf sowie einer in Kirchdorf.


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