Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

KREMSMÜNSTER. Als Bürgermeister Gerhard Obernberger (ÖVP) der Gesprächseinladung der Firma Vetropack folgte, war die Überraschung groß, als ihm die Geschäftsführung von einer Selbstanzeige berichtete. Das jahrelange Übermitteln falscher Abwassermengen und Luft-Emissionswerten sei nun intern aufgedeckt worden.

Die Firma Vetropack mit Sitz in Kremsmünster ist der Gemeinde Kremsmünster rund vier Millionen Euro schuldig. (Foto: Volker Weihbold)

Von 2010 bis 2019 haben Mitarbeiter der Firma Vetropack jährlich falsche Werte über die Menge der betrieblichen Abwässer und Luft-Emissionen des Werks Kremsmünster übermittelt. Dementsprechend wurden auch zu geringe Kanalgebühren an die Gemeinde entrichtet. Rund vier Millionen Euro habe die Firma durch das Übermitteln falscher Abwasserwerte unterschlagen: „Wir rechnen mit einer Kanalgebührennachzahlung an die Gemeinde Kremsmünster in Höhe von rund vier Millionen Euro“, so ein Sprecher der Vetropack Austria AG.

Interne Ermittlungen laufen

Warum die Werte überhaupt gefälscht wurden, sei noch unklar. Nachdem die Geschäftsleitung der Vetropack Austria GmbH nach einer internen Überprüfung die unrichtigen Werte entdeckte, habe sie sofort die zuständigen Behörden informiert und mit einer internen Ermittlung begonnen: „Was wir bereits mit Sicherheit sagen können, ist, dass die Geschäftsführung keine Kenntnis davon hatte.“

Prüfung durch die Gemeinde

Die Überprüfung der Umstände werde jedenfalls einige Zeit in Anspruch nehmen, so Bürgermeister Gerhard Obernberger: „Wir haben die Berechnungsgrundlagen der Firma angefordert, damit wir die Berechnungen der Firma nachvollziehen und mit denen der Gemeinde vergleichen können. Wir verlassen uns nicht auf die Aussagen der Firma und werden mit unseren Fachleuten nachprüfen, was da wirklich Sache ist.“

Belästigung durch Geruch und Verkehr

Neben dem Übermitteln falscher Werte gibt es seitens der Anrainer Vorwürfe bezüglich Geruchsbelästigung und erhöhter Verkehrsbelastung. Seitens der Firma heißt es, man habe sich immer um ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn bemüht und eine Reihe von Maßnahmen gesetzt. Bürgermeister Gerhard Obernberger betont dennoch, die Beschwerden ernst zu nehmen und in die Verhandlungen mit einfließen zu lassen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Land OÖ unterstützt Frauenberatungsstelle Berta in Kirchdorf mit fast 98.000 Euro

Land OÖ unterstützt Frauenberatungsstelle Berta in Kirchdorf mit fast 98.000 Euro

KIRCHDORF/KREMS. Die Frauen- und Mädchenberatungsstelle BERTA wird im Jahr 2026 mit insgesamt 97.557 Euro vom Frauenreferat des Landes ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Finanzminister Marterbauer kommt nach Micheldorf

Finanzminister Marterbauer kommt nach Micheldorf

MICHELDORF. Finanzminister Markus Marterbauer ist am Dienstag, 15. September, zu Gast im Freizeitpark Micheldorf. Nationalratsabgeordneter Reinhold ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Start für Raiffeisen Novum: Micheldorf bekommt Bank, Hotel und Wohnungen

Start für Raiffeisen Novum: Micheldorf bekommt Bank, Hotel und Wohnungen

MICHELDORF. Aus den Plänen wird Realität: Mit einem feierlichen Spatenstich ist am Mittwochnachmittag, 19. August, der offizielle Start für ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Project Closing Party: Haidlmair feiert Mega-Auftrag an global operierenden Onlineversandhändler

"Project Closing Party": Haidlmair feiert Mega-Auftrag an global operierenden Onlineversandhändler

MICHELDORF/NUSSBACH. Rund 170 Spritzgießwerkzeuge in etwa einem halben Jahr: Das Nußbacher Familienunternehmen Haidlmair hat für einen renommierten, ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
A9-Verkehr steigt, beim Bosrucktunnel gibt es Fragezeichen

A9-Verkehr steigt, beim Bosrucktunnel gibt es Fragezeichen

BEZIRK KIRCHDORF/KREMS. Der geplante Neubau des Bosruck-Bahntunnels sorgt für Diskussionen über den weiteren Zeitplan. Kirchdorfs OÖVP-Bezirksparteiobmann ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Arbeitslosigkeit im Bezirk Kirchdorf steigt und trifft vor allem Ältere

Arbeitslosigkeit im Bezirk Kirchdorf steigt und trifft vor allem Ältere

BEZIRK KIRCHDORF/KREMS. Mit Ende Juli waren im Bezirk Kirchdorf 1.235 Personen beim AMS arbeitslos vorgemerkt. Das sind um 30 Personen beziehungsweise ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Weitere Beiträge