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KREMSMÜNSTER. Gerhard Obernberger (ÖVP) ist seit zehn Jahren Bürgermeister in Kremsmünster. Mit Tips sprach er über aktuelle Gemeindethemen und Herausforderungen der Zukunft.

Der Marktplatz von Kremsmünster im Sommer, Foto: Marktgemeinde Kremsmünster
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Tips:Auf was sind Sie als Bürgermeister besonders stolz?

Gerhard Obernberger: Kremsmünster ist ein sehr schöner, innovativer Ort. Mich freut die gute Zusammenarbeit zwischen den rund 90 Vereinen, der Politik, im Ortsmarketing und mit dem Arbeitskreis Wirtschaft. Das bestätigt auch die Neuerarbeitung des Zukunftsprofils, an der über 200 Personen mitgewirkt haben. Als erste Gemeinde in Österreich haben wir darin die globalen Nachhaltigkeitsziele der UNO integriert.

Tips:Was waren die Herausforderungen in der Corona-Krise?

Obernberger: Die Kommunikation hat sich verändert, ich hatte viele Videokonferenzen, die jetzt schon fast zur Normalität geworden sind. Das ersetzt aber nicht den persönlichen Kontakt. Wir haben die Online-Sprechstunde für eine direkte Kommunikation mit den Bürgern eingerichtet. Bereits vorher hatten wir einen Sozialfonds, mit dem wir Bürgern spontan helfen können, der von regionalen Betrieben finanziell unterstützt wird. Auch der Sozialmarkt vom Roten Kreuz ist ein gutes Angebot. Sichtbar wurde auch, wie wichtig die Vernetzung ist. Die Gemeinde hat einen Lieferservice koordiniert. Es haben sich über 30 Freiwillige gemeldet. Bewährt hat sich Essen auf Rädern, das wir seit über 30 Jahren haben.

Tips:Werden auch die Betriebe seitens der Gemeinde unterstützt?

Obernberger: Die Gemeinde übernimmt heuer den Mitgliedsbeitrag für den Arbeitskreis Wirtschaft, mit derzeit rund 60 Mitgliedsbetrieben.

Tips:Was soll das Ortsentwicklungskonzept, das sich in der Ausschreibungsphase befindet, beinhalten?

Obernberger: Wir haben einige Flächen, die neu zu entwickeln sind und wollen dafür ein Gesamtkonzept schaffen, um das Zentrum bestmöglich zu beleben. Daran hängen wir ein Mobilitätskonzept, um den motorisierten Verkehr im Ortsgebiet zu verringern.

Tips:Welche Flächen sind das?

Obernberger: Der Kindergarten ist sanierungsbedürftig beziehungsweise muss er neu gebaut werden, weil wir mehr Gruppen brauchen und der Fußballplatz soll aus dem Zentrum wegkommen.

Tips:Entstehen auch neue Wohnangebote in Kremsmünster?

Obernberger: Es werden derzeit Eigentumswohnungen im Zentrum gebaut und es gibt weitere Ideen zur Schaffung von Wohnraum in Zentrumsnähe. Richtung Sattledt wird die Infrastruktur für mehrgeschossigen Wohnbau, Doppelhäuser und Einfamilienhäuser errichtet.

Tips:Welche Themen beschäftigen die Gemeinde in Zukunft?

Obernberger: Gemeinsam mit der Fiberservice GmbH erfolgt der Breitbandausbau in einem großen Teil von Kremsmünster. Die Smart Cities Projekte laufen weiter. Das Co-Working Space soll im Gemeindeamt integriert werden. Im Rahmen der Stadtumland-Kooperation entsteht das Leader-Projekt Kultur-Cluster.


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