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LAAKIRCHEN. Die Corona-Krise hat in allen Bereichen Spuren hinterlassen. Stark getroffen wurde auch der Kulturbereich. Petra Hofer, Geschäftsführerin des Papiermachermuseums und des Veranstaltungszentrums Alfa Steyrermühl, sieht ihr Haus in ernster Gefahr, blickt aber mit Hoffnung in die Zukunft.

Museums-GF Petra Hofer und Obmann Alfred Köstler hoffen auf mehr Besucher. Foto: Hörmandinger
Museums-GF Petra Hofer und Obmann Alfred Köstler hoffen auf mehr Besucher. Foto: Hörmandinger

„Es war wirklich ein Freitag, der 13., nämlich März 2020“, erinnert sich Petra Hofer: „Von diesem Tag an zählte unser beliebtes Museum, das 2008 Teil der OÖ. Landesausstellung war, keine Besucher mehr, im Alfa war keine Veranstaltung mehr erlaubt. Unser Mitarbeiterteam befindet sich seit diesem denkwürdigem Datum in Kurzarbeit. Zehn Wochen lang konnten wir keine Einnahmen lukrieren, die laufenden Kosten für Werbung, Versicherungen,... aber laufen weiter.“

Trotz Lockerungen nur wenige Besucher

Auch die Lockerungen vom 23. Mai brachten keine Entspannung für das vom Verein „Österreichisches Papiermachermuseum“ getragene Haus: „Die Besucherzahlen sind, vorsichtig formuliert, sehr überschaubar. Am Pfingstsonntag Vormittag konnten wir zum Beispiel zwei Personen zu einer Museumsführung begrüßen“, schildert Petra Hofer die aktuelle Situation. Nach den Corona-bedingten Einschränkungen würden sich die Menschen derzeit eher nach Familienbesuchen und Wanderungen sehnen, „ein Museumsbesuch hat da verständlicherweise nicht allerhöchste Priorität“, so Hofer.

Da sich im Sommer die Menschen zudem eher in den Bädern als in den Museen aufhalten, ist der zehnwöchige Totalausfall nicht mehr aufzuholen. Allerdings: „Wenn es so weiter geht, sehe ich schwarz für unseren Verein und für das Papiermachermuseum. Wir kämpfen wirklich ums Überleben!“, spricht Hofer klare Worte.

Trägerverein ist auf Hilfe angewiesen

Alfred Köstler, Museumsobmann und Vorsitzender des 200 Mitglieder umfassenden Trägervereins, ergänzt: „Wir sind ein Non-Profit-Verein. Doch die jetzige Situation ist alleine nicht zu bewältigen.“ Man sei für jede noch so kleine Unterstützung dankbar. „Vergessen Sie dieses tolle Museum nicht. Besuchen Sie uns. Denken Sie bei der Ausflugsplanung auch an das Papiermachermuseum!“, appelliert Köstler.

Für den Neustart bereit

Das Papiermachermuseum mit Handschöpferei, Druckereimuseum, Lithographiewerkstatt, Feuerwehrmuseum, Kunstgalerie, dem Schaukraftwerk Gschröff samt Bodenlehrpfad sowie dem Veranstaltungszentrum Alfa, ist jedenfalls für einen Neustart bereit. Auch Buchungen für Hochzeits-, Firmen- oder Familienfeiern sind wieder möglich.

„Unser nächstes Ziel: die Kulturhauptstadt 2024“

Petra Hofer und Alfred Köstinger wollen jedoch auch in dieser schwierigen Situation den Kopf nicht hängen lassen: „Wir sind überzeugt, dass wir mit Solidarität und positiver Aufbruchstimmung auch diese schwierige Hürde meistern werden. Es kommen wieder gute Zeiten. Und dann geht es mit Volldampf unserem nächsten großen Ziel entgegen: Wenn im Jahr 2024 das Salzkammergut zur europäischen Kulturhauptstadt wird, bildet die alte Papierfabrik Steyrermühl, mitsamt allen Gebäuden und alten Maschinen, gemeinsam mit dem Papiermachermuseum und den Papierwelten, den Schwerpunkt zum Thema Industriekultur!“


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