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LAAKIRCHEN. Die beiden Staustufen „Danzermühl“ und „Kohlwehr“ sollen zusammengelegt und das Kraftwerk neu gebaut werden. Damit sollen statt bisher 16,5 GWh künftig 43 GWh Energie pro Jahr erzeugt werden. Als „grober Richtwert“ für die Kosten werden 35 Millionen Euro veranschlagt.

Die beiden Staustufen werden durch eine ersetzt. Foto: Blattfisch
Die beiden Staustufen werden durch eine ersetzt. Foto: Blattfisch

Das Kraftwerk soll aus Altersgründen erneuert werden, eine Sanierung sei „unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht vorteilhaft“, so Nikolaus Kaindl, Leiter Wasser, Abwasser, Abfall und Umweltkoordinator der Laakirchen Papier AG (Heinzel Paper). Der UVP-Genehmigungsantrag wurde im vergangenen Dezember bei der Landesregierung eingebracht. Nun wird das Projekt den Gemeinderäten in Ohlsdorf und Laakirchen vorgestellt.

Zwei Winterhalbjahre Bauzeit

Durch die Zusammenlegung der beiden Staustufen kann die Fallhöhe der verbleibenden Staustufe von sieben auf 9,2 Meter erhöht werden, der Ausbaudurchfluss erhöht sich von 60,1 Kubikmeter pro Sekunde auf 120. Neben wirtschaftlichen gebe es auch Vorteile für die Umwelt, so Kaindl: Die freie Fließstrecke der Traun werde erhöht, was für viele Fischarten zu einer Verbesserung führe. Zudem seien Ausgleichsmaßnahmen sowie ein Fischauf- und ein Fischabstieg geplant. Durch das Mehr an umweltfreundlicher Energie könne zudem der CO2-Ausstoß um 20.052 Tonnen pro Jahr verringert werden – verglichen mit der gleichen Energiemenge aus einem Steinkohlekraftwerk.

Die Bauarbeiten sollen unmittelbar nach der Erlangung eines positiven UVP-Bescheides beginnen und werden etwa zwei Winterhalbjahre dauern. Währenddessen wird die Staustufe Danzermühl abgerissen, und die Traun zieht sich in ihr ursprüngliches Bett zurück. Der aus dem Flussbett ausgebaggerte Schotter wird in der Traun selbst wieder zum Anlegen eines Geschiebedepots verwendet. Nach der Fertigstellung des Kraftwerkes wird der derzeit gefahrene Oberwasserspiegel wieder eingestellt.

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