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LAAKIRCHEN. In Laakirchen soll in den kommenden Jahren viel investiert werden – vom Wohnbau bis zum Hochwasserschutz. Tips hat mit Bürgermeister Fritz Feichtinger (SP) gesprochen.

Bürgermeister Fritz Feichtinger
Bürgermeister Fritz Feichtinger

Tips: In wenigen Wochen findet die Übersiedlung des Seniorenheims statt. Die weitere Nutzung des bisherigen Heims wird derzeit diskutiert. Was kann man jetzt schon dazu sagen?

Feichtinger: Es sollen Wohnungen errichtet werden – auch im Bereich altes Feuerwehrdepot und altes Kühlhaus, das Altenheim wird abgerissen. Geplant ist auch, im Bereich zwischen Wolfstraße und Oberhumerstraße einen Aufgang und einen öffentlichen Lift zu errichten, damit der Höhenunterschied barrierefrei überwindbar ist.

Wie der Wohnbau genau gestaltet werden soll, wird derzeit noch diskutiert. Angedacht ist, einige seniorengerechte Wohnungen einzuplanen, aber auch „Junges Wohnen“ als Starthilfe für Junge. Was wir ebenfalls wollen – das ist aber schwierig: Ärzte oder andere Gesundheitsberufe in dem Bereich anzusiedeln, um damit den Ortskern zu beleben und mehr Leute ins Zentrum zu bringen.

Tips: In diesem Zusammenhang wird auch immer wieder die Ortsplatzgestaltung angesprochen. Gibt es konkrete Pläne?

Feichtinger: Wir sind dabei, die Frage der Zentrumsgestaltung ist wichtig. Wir wollen hier auch eine Form der Bürgerbeteiligung. Derzeit gibt es aber noch keine konkreten Pläne.

Tips: Die Stadtgemeinde steht finanziell gut da. Welche Investitionen sind in der kommenden Zeit geplant?

Feichtinger: In Zukunft steht unter anderem die Nachnutzung der NMS Nord an. Wir wollen bei der Nutzung im pädagogischen Bereich bleiben, aber es ist noch nicht ganz „ausgeredet“. Überlegt wird unter anderem, dort Platz für die Krabbelstube zu schaffen, aber auch die Musikschule oder die Nachmittagsbetreuung für die Schüler sind Möglichkeiten.

Außerdem „verstecken“ wir zurzeit auch viel Geld in der Erde: Unser Kanalnetz umfasst rund 80 Kilometer. Heuer wollen wir bei rund 25 Kilometern eine Bestandsaufnahme mittels Kamerabefahrung machen und so den Sanierungsbedarf ermitteln.

Ein weiteres Zukunftsthema ist der Hochwasserschutz: Am Fraunberg sind wir gerade in der Umsetzung, im Herbst/Winter beginnt der Bau des Retentionsbeckens. Außerdem wird die Straße so geneigt, dass das Wasser in Richtung Becken fließt und so die Unterlieger entlastet werden. Wir haben auf dem Fraunberg eine Bebauung, und wir müssen aus der jetzigen Situation das Beste machen. Mit der weiteren Bebauung sollte es aber besser werden, weil ja jeder, der ein Haus errichtet, für die Versickerung seiner Oberflächenwässer sorgen muss.

Am Höllgraben soll ebenfalls ein Retentionsbecken geschaffen werden, damit das Wasser kontrolliert abgeleitet werden kann. Und auch der Oberweisbach ist ein Thema. Hier ist auch das Gewerbegebiet betroffen. Wir überlegen hier, im Oberlauf Maßnahmen zu setzen.

Tips: Der Verein „Fahrgast“ hat unlängst angeregt, die Bahnstrecke Lambach-Laakirchen wieder als Personenstrecke zu führen. Ist das realistisch?

Feichtinger: Unsere Überlegungen gehen eher in Richtung einer Erweiterung der RegioTram ab Engelhof nach Laakirchen. Allerdings ist die frühere Streckenführung nicht optimal, weil zwar Oberweis, nicht aber die Siedlungsgebiete Reintal oder Danzermühl erreicht werden. Da stellt sich die Frage: Wie bekomme ich die Bevölkerung zur RegioTram – oder die RegioTram zur Bevölkerung? Aber das ist derzeit noch „Zukunftsmusik“, immerhin haben wir die Buslinie Lambach-Gmunden, die sehr gut angenommen wird.


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