Wellpappe-Produkte als zweites Standbein für Laakirchen Papier AG
LAAKIRCHEN. Die Heinzel Holding will die Papierfabrik Laakirchen wettbewerbsfähiger machen. Dazu werden 100 Millionen Euro in den Umbau von zwei Papiermaschinen investiert. Die geplante Reduktion von hundert Mitarbeitern soll schrittweise über Pensionierungen erfolgen.

Die Arbeiten haben bereits begonnen und sollen im Herbst des kommenden Jahres abgeschlossen sein. Danach wird die Papiermaschine 10 (PM10) anstelle von den für Magazine verwendeten SC-Papieren leichtgewichtige Wellpappenrohpapiere produzieren. Davon sollen im Vollausbau 450.000 Jahrestonnen hergestellt werden. Parallel dazu wird die PM11 mit einer aktuellen Kapazität von etwa 300.000 Tonnen SC-Papier ausgebaut, um künftig das volle Potenzial dieser Papiermaschine nutzen zu können. Dafür wird ein zusätzlicher Kalander zum Einsatz gebracht, der für mehr Glätte und Glanz des Papiers sorgt. „Mit der Investition in die PM11 können wir unsere Kostenposition bei SC-Papieren weiter verbessern und werden auch bei weiterhin sinkender Nachfrage langfristig bestehen können“, so Mark Lunaba, CEO der Laakirchen Papier AG.
Geplante Personalreduktion
„Mit zwei Beinen steht man bekanntlich besser“, sieht Heinzel-CEO Kurt Maier die Investition als wichtigen Beitrag für die langfristige Sicherung des Standortes Laakirchen. Die Umstrukturierung geht mit einem massiven Mitarbeiter-Abbau einher: Von den bisher knapp 500 Arbeitsplätzen werden rund hundert abgebaut. Dies soll über mehrere Jahre hinweg vor allem über Pensionierungen erfolgen, eine Kündigungswelle ist nicht geplant, so Heinzel-CEO Kurt Maier. Das Effizienz-Paket werde von allen Mitarbeitern mitgetragen.


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