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LAAKIRCHEN. Laakirchen feiert zehn Jahre Stadterhebung. Bürgermeister Fritz Feichtinger spricht im Tips-Interview aber auch über die Arbeitsplatzsituation und über den aktuellen Stand beim Hochwasserschutz in der Stadtgemeinde.

Tips: Seit zehn Jahren ist Laakirchen eine Stadt. Inwiefern hat man sich schon in der neuen Rolle eingefunden?

Bürgermeister Fritz Feichtinger: Die Bevölkerung ist stolz darauf, das merkt man. Und Laakirchen hat sich in den letzten Jahren auch stark weiterentwickelt, es wächst. Die Stadterhebung war also wohl begründet und gleichzeitig eine Auszeichnung für die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung Laakirchens weit über die Gemeindegrenzen hinaus. Und beides hat sich in den letzten Jahren bestätigt und verstärkt: Das vielfältige Kulturangebot im ALFA hat Laakirchen in einem Medienbericht sogar schon den Titel „Kabaretthauptstadt des Bezirks“ eingetragen. Um das Jubiläum entsprechend zu feiern, gibt es am 17. Juni ein Stadtfest mit einem vielfältigen Programm, das auch für die Jugend einiges bietet.

Tips: Weil Sie soeben die Jugend angesprochen haben: Sie steht in Laakirchen im Moment besonders im Fokus.

Feichtinger: Ja, nachdem im Vorjahr durch den Neubau des Seniorenheims eine große Investition zugunsten der Älteren getätigt wurde, setzen wir heuer – unter anderem mit der Errichtung eines Funcourts – einen Schwerpunkt für die Jugend. Was aber nicht heißen soll, dass sie bisher im Schatten gestanden ist, man denke hier nur an den Ferienpass, der heuer sein 40-jähriges Jubiläum feiert, oder an die Aktion JES.

Tips: Stichwort: wirtschaftliche Bedeutung Laakirchens. Was bedeutet der Stellenabbau in der Papierfabrik Steyrermühl vor wenigen Monaten für die Stadt?

Feichtinger: Der Verlust der Arbeitsplätze trifft nicht nur die Gemeinde selbst, sondern die gesamte Region. Wir wollen das natürlich entsprechend kompensieren. Ein Schritt, um Arbeitsplätze in der Region zu halten, ist die Teilnahme Laakirchens an Inkoba.

Laakirchen hat gottseidank eine breite Streuung, was die Branchen betrifft – es gibt nicht nur die Papierindustrie, sondern zum Beispiel auch den metallverarbeitenden Bereich, wo viele Arbeitsplätze entstehen. Wir freuen uns, dass die Miba im September mit der Eröffnung ihres Headquarters „Miba-Forum“ ein starkes Signal für den Standort setzt, auch Voith Paper denkt an eine Erweiterung. Und auch die Investitionen, die bei Heinzel Paper getätigt werden, zeigen, dass der Standort Zukunft hat.

Tips: Ein Thema, das Laakirchen im letzten Jahr stark beschäftigt hat, ist der Hochwasserschutz. Was steht hier konkret an?

Feichtinger: Das konkreteste Projekt derzeit ist sicher das am Fraunberg, das bis zum Jahresende abgeschlossen sein soll – dadurch wird sich auch die Lage für Thal ein bisschen entschärfen.

Konkrete Schritte gibt es auch bei den im Vorjahr stark betroffenen Gebieten Lindach und Thal: In Lindach sind wir hier schon etwas weiter, weil die Topografie hier die Planung leichter macht: Zudem kann der Abfluss über den Lindachbach erfolgen. Derzeit sind zwei Becken angedacht, die genauen Standorte werden noch mit den Grundeigentümern verhandelt – wichtig ist, dass wir ein entsprechendes Volumen erreichen. Dieses Projekt möchten wir bereits nächstes Jahr umsetzten.

In Thal ist es schwieriger, weil es keinen Abfluss gibt. Wir brauchen daher einen Kanal mit zwei bis zweieinhalb Metern Durchmesser, ehe wir die Retentionsmaßnahmen setzen können. Hier ist außerdem angedacht, die Bezirksstraße zu verlegen und stellenweise anzuheben. So kann ein Rückhaltebecken geschafft werden, und die Straße ist vor Überflutungen geschützt. Nachdem die Umlegung der Bezirksstraße frühestens 2019 erfolgen kann, wird die Umsetzung dieses Projektes sicher am längsten dauern.


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