"Zukunftsfestes" Ausbildungszentrum feierte seinen 60er
LAAKIRCHEN. Mit einer Festveranstaltung feierte das Ausbildungszentrum der Österreichischen Papierindustrie in Steyrermühl seinen 60. Geburtstag – und sieht sich für die Anforderungen der Zukunft gerüstet.

Die Papierbranche entwickle sich gut: Während die Nachfrage bei den grafischen Papieren stagniere, steige sie im Verpackungs- und Spezialbereich, betonte Max Oberhumer, Präsident der Austropapier, im Pressegespräch anlässlich der Jubiläumsfeier.
Papierindustrie: immer komplexer und umfassender
Zudem gehe die Entwicklung immer mehr in Richtung „Bio-Refinerie“: einer umfassenden, hochwertigen Verarbeitung des Naturstoffes Fasern. So solle künftig eine biogene Laminierung die Beschichtung in Papp-Wegwerfbechern ersetzen und diese so wiederverwertbar machen.
Auch die Papierherstellung selbst wird immer komplexer: „In einer Papiermaschine steckt heute mehr Technik als in einem Jumbo-Jet“, brachte es Werner Auracher, Geschäftsführer des Fachverbandes der Papierindustrie, auf den Punkt.
Ausbildungszentrum „zukunftsfest“
Um immer aktuell zu sein, werde der Lehrplan im österreichweit einzigen Ausbildungszentrum der Papierindustrie in Laakirchen, stets um die aktuellen Entwicklungen ergänzt, betonte daher dessen Geschäftsführer Michael Coutandin. Kurse werden mittlerweile auch im Ausland, sogar in Südafrika, abgehalten.
Eine Schließung des Ausbildungszentrums, wie vor einigen Jahren diskutiert, stehe jedenfalls nicht im Raum, strich Ernst Brunbauer heraus – er ist Präsident des Schulvereins der Österreichischen Papierindustrie, der als Träger hinter dem Zentrum steht: „Die Mitgliedsbetriebe profitieren sehr von der Ausbildung und bekennen sich weiterhin dazu. Das Ausbildungszentrum ist zukunftsfest.“


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