„Eine Flexibilisierung der Arbeitszeit wäre psychologisch wichtig“
LAAKIRCHEN. Die aktuelle Wirtschaftslage, die Forderungen der Industrie an die Politik und die Zukunft der Mobilität waren Themen beim „Treffpunkt Industrie“, zu dem die oö. Industriellenvereinigung (IV) ins Miba-Forum geladen hatte.

„Im Moment ist es schwierig, zu klagen“, eröffnete IV-Präsident Axel Greiner das Gespräch mit einem Verweis auf die aktuell gute Konjunktur. Problematisch sei der Fachkräftemangel, zudem habe man sich von „gewissen Märkten“ wie Russland abschneiden lassen. Hier forderte er mehr Unterstützung durch die Politik, denn „das was wir an Wohlstand haben, verdanken wir dem Export“. Bezüglich der Arbeitszeit hoffe er auf eine baldige Flexibilisierung durch die neue Regierung, das wäre „psychologisch wichtig“, so Greiner.
Bildung, Forschung und Deregulierung
Landesauptmannstellvertreter Michael Strugl (VP), der für heuer ein Wachstum von über drei Prozent erwartet, betonte die Bedeutung von Bildung und Forschung für ein „Hochtechnologieland“ wie Oberösterreich. Im Bereich der MINT-Fächer habe das Land 3300 Absolventen pro Jahr, „wir bräuchten aber das Doppelte“, so Strugl. Als weiteren wichtigen Aspekt nannte er die Deregulierung: „Wir bemühen uns, bei der Genehmigung von Anlagen möglichst schnell und effizient zu sein.“
Kritik an E-Mobilität
Der zweite Teil der Diskussion war – mit Blick auf den starken Bezug zum Automobilsektor auf dem Podium – der Zukunft der Mobilität gewidmet. Rudolf Mark und Peter Wienerroither betonten unisono, dass man in China die Zukunft in der E-Mobilität sehe. Dies sei jedoch, betrachte man die aufwändige Herstellung der Batterien und die Herkunft des benötigten Stroms, ökologisch fragwürdig. Auch F. Peter Mitterbauer stellte das „saubere“ Image des Elektromotors in Frage und gab mit Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit zu bedenken: “Die Batteriehersteller sitzen alle in Asien“.


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