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Tips Logo  Anzeige, 12.06.2017 08:28

LANGAU. Die Idee einer alternativen Wärmeversorgung wurde durch die Gründung der Fernwärmegenossenschaft Langau perfekt umgesetzt.

  1 / 2   (V.l.) Andreas Schmutz, Franz Riedl, Gerhard Mold, Karl Kühlmayer, Roman Silberbauer, Franz Reiss (Obmann) Karl Dietrich-Sprung, VP-Bürgermeister Ing. Franz Linsbauer und Regionalberater Josef Wallenberger

Das Führungsteam um Obmann Franz Reiss besteht aus Männern, die stark im Ort verwurzelt sind und seit Beginn mit ungebrochenem Eifer den Erfolg dieser Einrichtung garantieren.

Mittels sinnvoller Arbeitsteilung kümmert sich die „Technikergruppe“ um alle technischen Anliegen – sowohl bei den Abnehmern als auch im Heizhaus. Die „kaufmännisch-organisatorische“ Gruppe kümmert sich um die finanziellen Belange und die administrativen Tätigkeiten der Genossenschaft.

Durch die hohe Einsatzbereitschaft der Techniker 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche, sowie die Bereitstellung von Warmwasser auch außerhalb der Heizsaison während des Sommers, erklärt sich die hohe Kundenzufriedenheit seit nunmehr 17 Jahren.

Geschichtlicher Rückblick

Mit dem Bau des Fernheizwerkes und Aufbau des Versorgungsnetzes wurde im August 2000 begonnen. Bereits im November desselben Jahres wurde der Betrieb aufgenommen. Die Abnehmerzahl lag zu Beginn im Jahr 2000 bei 85. Mittlerweile gibt es bereits 120 zufriedene Fernwärmegenießer in Langau.

Funktionsweise

Fernwärme ist die Bezeichnung für eine Wärmelieferung zur Versorgung von Gebäuden mit Heizung und Warmwasser. Der Transport der thermischen Energie erfolgt in einem wärmegedämmten Rohrsystem. Als Brennstoffe kommen in der Langauer Anlage nur Hackschnitzel zum Einsatz. Das Hackgut wird hierfür von der Lagerhalle über die Brennstoffaustragung in den Heizkessel befördert. Die dort, durch den Verbrennungsvorgang, gewonnene Energie in Form von heißen Rauchgasen wird wiederum über einen Wärmetauscher auf das Wasser des Primärnetzes übertragen.

Vorteile von Biomasse

Es gibt zahlreiche Gründe, die für die Nutzung der Fernwärme sprechen. So entstehen bei der Verwendung von Biomasse, wie etwa Hackschnitzel, keine Abgas-, Bereitstellungs- und Feuerungsverluste. Die Wirkungsgrade von Heizungsanlagen kümmern den Fernwärmeabnehmer nicht mehr. Weiters entfallen die Kosten für das Betreiben der Heizkessel, Öl- und Gasbrenner, Tanks und Leitungen, Kamine und Ähnlichem. Auch die Kosten für Wartung, Reparaturen, Wiederbeschaffungen und für den Strom der Öl-/Gasbrenner können eingespart werden. Es entstehen keine Brennstoffablagerungskosten (= Zinsgewinn), zudem ist bei der Nutzung von Fernwärme keine Energiesteuer fällig. Ein weiterer Punkt der dafür spricht: die potentielle Gefahr der Feuerquelle im Haus kann eingespart werden. Zudem verbleibt bei Nutzung der Fernwärme die Wertschöpfung in der Region.

Gut für das Klima

Der Kohlenstoffdioxid (CO2) Ausstoß reduziert sich durch die Fernwärmenutzung um etwa 730.000 Kilogramm pro Jahr. Das ist der wichtige Beitrag von Langau, um die globale Erwärmung zu bremsen.

Technische Daten des Fernheizwerkes

• 1.600 Kilowatt (kW) Anschlusswert

• 20.000 Liter Pufferspeichervolumen

• 700 kW Hackgutkesselleistung 

• 350 kW 2. Hackgutkessel seit dem Jahr 2009

• etwa 2.400 Schüttraummeter Fassungsvermögen Hackgutlager

• Hackgutherkunft: 60 Prozent Genossenschaft, 40 Prozent

Holzverarbeitungsbetriebe überwiegend aus der Region 

• 5.000 Schüttraummeter Hackgut pro Jahr

Fernwärme Genossenschaft-Langau

Obmann Franz Reiss

Mobil: 0664/300 48 71

http://www.langau.at/wirtschaft/betriebe/fernwaerme.html


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