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"Da Billi Jean is ned mei Bua"-Sänger Stefan Leonhardsberger und Co-Autor Paul Klambauer im Interview-Doppelpass

Mag. Susanne Überegger, 24.10.2017 18:00

LASBERG/FREISTADT. „Tips“ traf Schauspieler, Sänger und Musikkabarettist Stefan Leonhardsberger vor seinem Heimspiel am vergangenen Samstag in Lasberg zum Interview. Er und „Da Billi Jean is ned mei Bua“-Co-Autor Paul Klambauer sprechen darin über die gemeinsame Zeit im Gymnasium Freistadt (Maturajahrgang 2004), ihre Freundschaft und ihr künstlerisches Schaffen.

  1 / 2   Ihre Freundschaft hat die Schulzeit überdauert: Autor Paul Klambauer aus Freistadt (l.) und Schauspieler und Sänger Stefan Leonhardsberger aus Lasberg. Foto: Willi Maureder

Tips:Wie fühlt es sich an, in Lasberg ein Heimspiel zu geben?

Stefan Leonhardsberger: Ich kenne 80 Prozent des Publikums, also wird das für mich nicht das einfachste Konzert. Sagen wir mal so: Ich will es nicht verhauen an diesem Abend (lacht).

Tips:Reden wir über Ihre Schulzeit am Gymnasium Freistadt. Welche Erinnerungen haben Sie beide daran?

„Mein Mundwerk hat mich durch das Gymnasium getragen“

Stefan Leonhardsberger: Ich war – außer in Sport und in Darstelllendem Spiel – wirklich ein schlechter Schüler und hab acht Jahre um's Überleben gekämpft, insofern sind nicht alle Erinnerungen positiv. Mein Glück war, dass ich Direktor Duschlbauer in Mathematik hatte, sonst wäre das Ganze schiach ausgegangen. Zum Glück war ich mündlich stärker als schriftlich. Man kann durchaus sagen, dass mich mein Mundwerk durch's Gymnasium getragen hat (lacht). Professor Peter Hanusch hat mir den Weg zur Schauspielerei geebnet. Er hat uns Schülern gezeigt, dass es in der Schule auch noch was anderes gibt als lernen und abliefern. Nach der letzten Schulaufführung hat Professor Hanusch zu mir gesagt: „Du kannst gar nichts anderes als Schauspieler werden.“ Das hat mir wirklich Mut gegeben.

Paul Klambauer: Direktor Duschlbauer hat zu mir gesagt: „Klambauer, du bist einer der talentiertesten Mathematiker, die mir je begegnet sind.“

Stefan Leonhardsberger: Das stimmt wirklich!

„Ich habe mich für meine Geliebte entschieden“

Paul Klambauer: Mathematik war also meine große Liebe, und meine Geliebte das Künstlerisch-Literarische. Ich wusste aber, ich muss mich für eine von beiden entscheiden. Ich habe dann Kreatives Schreiben in Hildesheim studiert und lebe heute als Autor in Wien.

Tips:Welche Erinnerungen an die Schulzeit im Gymnasium sind noch geblieben?

Paul Klambauer: Eigentlich kann ich mich fast nur mehr an die Pausen erinnern. Vor allem aber an das Raucherklo (lacht). Das hatte so eine magische Anziehungskraft und obwohl wir uns gefühlt zu fünfzigst in das Kammerl gedrängt haben, man die eigene Hand nicht vor Augen gesehen hat und g“selcht rausgekommen ist, war das Raucherklo für uns damals ein großer Freiheitsraum. Nein, jetzt im Ernst: Wir hatten sehr gute Lehrer und sind sehr gut auf das Studium vorbereitet worden.

Das Schul-Hochsprungturnier als „Underdog“ gewonnen

Stefan Leonhardsberger: Einer meiner Höhepunkte war sicher, wie ich das Hochsprungturnier in der siebten Klasse quasi als Underdog gewonnen habe – barfuß und in einer geliehenen Turnhose, weil ich meine eigene vergessen hatte (lacht).

Tips:Sie beide sind seit der Schulzeit befreundet, arbeiten heute gemeinsam an Kabarettprogrammen?

 Paul Klambauer: In der Unterstufe haben wir mehr miteinander gerauft, erst danach kam die Freundschaft. Wir haben uns schon damals gerne Geschichten zusammen ausgedacht.

Stefan Leonhardsberger: Schön ist, dass uns aus unserer Gym-Zeit ein Freundeskreis von sieben, acht Leuten geblieben ist.

Jede Menge Mühlviertel im neuen Kabarettprogramm „Rauhnacht“

Tips:In „Rauhnacht“, dem neuen Kabarettprogramm, steckt jede Menge Mühlviertel?

Stefan Leonhardsberger: Für „Rauhnacht“ schlüpfe ich wieder in verschiedene Rollen. Es ist eine Mischung aus Theater und Kino und lebt von Mühlvierler Typen, also dem Menschenschlag vom Land. Wir haben es auch wieder im Dialekt geschrieben. Wer darauf neugierig ist, wir spielen „Rauhnacht“ am 16. Jänner 2018 im Salzhof Freistadt.

Homepage Stefan Leonhardsberger


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