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Klimabotschafter an der Schule machen deutlich: Jeder kann ein Klimaretter sein kann

Martina Gahleitner, 27.11.2019 05:47

LEMBACH. Klimatipps von Schülern für Schüler gibt es seit wenigen Wochen in Lembach. Denn elf Klimabotschafter aus der Mittelschule sind in den einzelnen Klassen unterwegs – und ihre Botschaft wird gehört.

  1 / 3   Einige der elf Klimabotschafter, die in den Klassen unterwegs sind (v.l.): Felix Oberleitner, Kaltrina Abdyli, Lehrerin Christa Leitenbauer, Leonie Hofer, Alina Köknar, Anja Pumberger und Daniel Rauöcker. Foto: Gahleitner

Die Idee dazu kam einigen Mädchen nach der Teilnahme am Fridays for Future-Tag Ende September in Linz. Schon im Bus nach Hause haben sie darüber gesprochen, wie sie den Schutz der Umwelt in ihrer Schule zum Thema machen könnten. Seither sind elf Schüler aus den dritten und vierten Klassen der TNMS Lembach  einmal in der Woche eine Stunde lang in der Mittelschule und auch in der Volksschule unterwegs. Sie geben Klimatipps und zeigen damit auf, dass jeder seinen Beitrag leisten kann. „Schon kleine Maßnahmen sind wertvoll – und viele kleine Dinge werden zu etwas Großem“, sind die elf Klimabotschafter überzeugt.

Aufmerksame Zuhörer

Wenn sie mit ihrem selbst gebastelten Schild und der wichtigen Botschaft an die Klassenzimmertür klopfen, werden sie auch gerne eingelassen. „Wir haben wieder einen Tipp für euch“, heißt es dann. Werden bisherige Klimatipps abgefragt, schnellen auch schon die Hände nach oben: Glas statt Plastik verwenden, kurze Strecken zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren, Jausenbox mitnehmen, Leitungswasser trinken, Stofftaschen zum Einkaufen mitnehmen, Zahnbürsten aus Bambus statt aus Plastik verwenden.

Heute geht es darum, Aludosen und Alufolien zu vermeiden. „In einer Aluminiumfabrik wird jeden Tag so viel Energie verbraucht, wie eine vierköpfige Familie in drei Jahren braucht“, erzählt Alina Köknar gerade den Erstklässern. „Wir überlegen uns vorher, welchen Klimatipp wir weitergeben, Ideen gibt es genug“, sagt die Schulsprecherin. Sie merkt, dass vor allem die jüngeren Kinder besonders aufmerksam sind und viele bringen das Gehörte auch mit nach Hause. Da kann es schon vorkommen, dass eine Mama vom Kind belehrt wird, nicht mit dem Auto einkaufen zu fahren. „Klimaschutz ist wichtig“, sind sich die engagierten Schüler einig, „es geht nicht nur um uns, sondern auch um unsere Kinder. Wir müssen an die nächsten Generationen denken.“

Jahresprojekt

Gesammelt finden sich die Klimatipps auf der großen Plakatwand in der Aula der Schule und auch im Konferenzzimmer zieht der Klimaschutz immer stärker ein. „Schüler als Klimabotschafter ist ein Jahresprojekt und wir möchten es auf jeden Fall fortsetzen“, betont Lehrerin Christa Leitenbauer, die die Klimaaktivisten bei ihrer Tätigkeit tatkräftig unterstützt. „Die Aktion soll auch Vorbildwirkung für andere Schulen haben – vielleicht sind bald mehr Klimabotschafter im Einsatz“, ergänzt Leitenbauer. Das Thema passt auf jeden Fall gut zur Ökolog-Zertifizierung, um die sich die Technische Mittelschule Lembach gerade bemüht.


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