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Am Wochenende 19. und 20. August 2017 startete in Leonding das viel beachtete Kunstfestival leonart 2017. Schon am ersten Tag fanden sich zahlreiche Interessierte im öffentlichen Raum der Stadt ein, um die künstlerischen Projekte zum Thema „Haltestelle“ zu besuchen. Jedoch gerieten Projekt der leonart 2017 im Visier von Vandalismus. 
 

Dieses Kunstprojekt wurde Opfer von Vandalismus Foto: Sardelic
Dieses Kunstprojekt wurde Opfer von Vandalismus Foto: Sardelic

Das Künstlerpaar Hermine und Michael Sardelic thematisieren in ihrem interaktiven Projekt „Spiegelachse“  sowohl Selbst- als auch Fremdbilder. An Glasflächen geklebte, fotografierte Kleidungsstücke verschiedener Nationalitäten laden das Publikum ein, sich vor die Abbildungen zu stellen und einen vorübergehenden Rollen- und Identitätswechsel zu vollziehen.

Schon am Sonntag mussten Zerstörungen an den künstlerischen Arbeiten festgestellt werden, die offenkundig mit Messern zugefügt wurden.

Besonders betroffen waren Objekte, die mit der Darstellung von Kopftüchern auf einen muslimischen Kontext hinweisen.

Die Leondinger Veranstaltungs- und Kulturservice GmbH (KUVA) verurteilt diesen Ausdruck von Hass und Zerstörung mit allem Nachdruck und sieht darin zugleich auch einen Nachweis für die Notwendigkeit, mit kritischen Kunstprojekten gesellschaftliche Konflikte anzusprechen und neue Wege eines friedlichen Miteinanders zu erproben.

„Wir lassen uns durch die Gewaltakte nicht abschrecken“, erklärt KUVA-Geschäftsführerin Nicole Honeck. „Mit dem nun betroffenen Projekt kommt die leonart ihrer wichtigen Aufgabe nach, zur öffentlichen Diskussion um Toleranz und Begegnung zwischen den verschiedenen Kulturen beizutragen“, erklärt Honeck abschließend.


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