Weiterer Prozess nach Home-Invasion in Leonding
LEONDING/LINZ (APA). Nach einer Home-Invasion, bei der im Sommer des Vorjahres eine 78-Jährige und ein Mitbewohner gefesselt und ausgeraubt wurden, muss sich am 25. Juli ein 19-Jähriger vor Gericht verantworten. Gegen seine fünf mutmaßlichen Mittäter, die nicht mehr unter das Jugendstrafrecht fallen, wird ein eigenes Verfahren geführt.

Ein 49-jähriger Mazedonier, der für die Frau gelegentlich Gartenarbeiten erledigte und fälschlicherweise dachte, sie habe sehr viel Geld im Haus, soll den Coup mit einem Bekannten, einem in Graz lebenden Rumänen, ausgeheckt haben. Der Rumäne holte vier Landsleute mit an Bord, die die eigentliche Tat ausführten - einer davon soll der 19-Jährige gewesen sein.
Einbrecher waren mit Messern und Schraubenziehern bewaffnet
In der Nacht auf den 14. August des Vorjahres drangen drei Männer - bewaffnet mit Messern und Schraubenziehern - in die Wohnung der Frau ein, fesselten sie und einen bei ihr lebenden mongolischen Asylwerber und raubten 3.200 Euro sowie zwei Ringe. Ein vierter Mann wartete währenddessen im Fluchtauto.
Widersprüchliche Aussagen
Die beiden Planer sowie drei Mitglieder der ausführenden Gruppe mussten sich bereits vor Gericht verantworten, ein Urteil steht aber noch aus. Sie behaupten, sie hätten gedacht, die Frau sei auf Urlaub, und sie hätten nur einen Einbruch begehen wollen. Das steht allerdings im Widerspruch zu den Aussagen des 19-Jährigen, der im Ermittlungsverfahren zugegeben hat, dass von Anfang an eine Home-Invasion geplant gewesen sei.


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