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LEONDING. Seit Jahren fordert Leonding die Tieferlegung und Einhausung der geplanten viergleisigen ÖBB-Westbahntrasse. Bereits vor 15 Jahren fanden Gespräche zwischen der Stadt und den ÖBB statt, kurze Zeit später wurde die erste Resolution im Gemeinderat beschlossen.

  1 / 2   Die Stadtpolitik zieht bei ihren Forderungen an einem Strang. Im Bild v.l.: StR Sven Schwerer (Grüne), Vbgm. Franz Bäck (VP), Bgm. Walter Brunner (SP), Vbgm. Sabine Naderer-Jelinek (SP), LR Günther Steinkellner (FP, ebenfalls im Leondinger Gemeinderat) und Architekt Maximilian LugerFotos: Stadt Leonding

Die Westbahntrasse zwischen Linz und Marchtrenk soll zu einer viergleisigen Hochleistungsstrecke ausgebaut werden.

„Wird die Bahntrasse nicht eingehaust und tiefergelegt, bedeutet das für Leonding eine Zerschneidung in Nord und Süd: eine Katastrophe für die Menschen, die hier leben und arbeiten“, betont Bürgermeister Walter Brunner.

Die Stadtpolitik pocht daher mit vereinten Kräften auf die Tieferlegung: „Das Stadtbild darf nicht von einem zehn Meter hohen Tunnel oder Lärmschutzwänden geprägt werden.“

Stadtentwicklung

Erst im Vorjahr wurde ein Stadtentwicklungsprozess initiiert, um Leonding weiterhin nachhaltig und qualitätsvoll zu gestalten. „Das ist jedoch nur ohne diese „Chinesische Mauer“ durch Leonding möglich“, darin sind sich Stadtpolitik und Bevölkerung einig.

Gemeinsam mit Verkehrsplanern und Experten im Städtebau wurden verschiedenste mögliche Projekte für die Tieferlegung ausgearbeitet und mit Vertretern der ÖBB diskutiert. Danach wurden die Pläne wieder überarbeitet, um die Kosten zu senken, und es wurde weiter diskutiert.

„Auch die Aufteilung der Mehrkosten zwischen Leonding, dem Land OÖ und dem Bund von jeweils einem Drittel wurde bereits mündlich zugesagt. Die Stadt hat dazu alle notwendigen Beschlüsse gefasst, Leonding stellt 30 Millionen Euro auf die Beine“, so Bürgermeister Walter Brunner.

Im Frühsommer hat die Stadt ein Gutachten in Auftrag gegeben, welches die Auswirkungen der Bahntrasse quer durch die Stadt darlegen wird. In mehreren Workshops und runden Tischen hat Bürgermeister Brunner aufgezeigt, was eine Zerschneidung von Leonding für die Zukunft der Stadt und ihre Menschen bedeuten würde.

„Es ist längst an der Zeit, dass wir zu einer Einigung kommen. Die Leondingerinnen und Leondinger werden sich eine Zerteilung ihrer Stadt in zwei Hälften nicht gefallen lassen.“

Um darzustellen, wie hoch der von den ÖBB geplante Tunnel wirklich ist, hat der Stadtchef Ende Oktober am Leondinger Bahnhof Schaltafeln aufstellen lassen.

„Die Anwesenden waren erschüttert. Kein Wunder, der Tunnel würde sogar einige Häuser überragen“, betont Brunner


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