ÖAAB-Meinungsbild: „Staustrecken schon vor Sanierungen ein Problem - jetzt ist es katastrophal“
OBERÖSTERREICH. Der OÖVP-Arbeitnehmerbund (ÖAAB) führte kürzlich eine Umfrage mit Linzer Arbeitnehmern zu den Themen Verkehr, Lebensqualität und Arbeitsalltag durch. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass den Arbeitnehmern viele Probleme unter den Nägeln brennen.

So sind knapp 45 Prozent der Befragten (280 Personen) der Meinung, dass sich die wirtschaftliche Situation und die Lebensqualität in Linz in den kommenden Monaten eher verschlechtern als verbessern wird. Beinahe ebenso viele Personen beantworteten diese Frage mit „Weder noch, gleich bleiben“. Insgesamt nahmen 346 Nicht-Linzer und 269 Linzer am Meinungsbild teil.
„Brückensituation ist indiskutabel“
Bei der Frage nach der Zufriedenheit mit der Verkehrssituation macht mehr als die Hälfte der Befragten die Brückensituation für das Verkehrschaos in und um Linz verantwortlich. Aussagen wie: „Anzahl der Brücken seit Jahren zu wenig“ oder „Donau-Brückensituation indiskutabel“ verstärken dieses Bild. Auch die Forderung nach Park & Ride-Anlagen, einem Ausbau der Radwege sowie billigeren Öffis geht aus dem Ergebnis hervor.
Verkehr versus Arbeitsalltag
Während die nach Linz einpendelnden Berufstätigen vor allem verkehrstechnische Probleme beschäftigen, sehen sich die Linzer stärker mit arbeitsplatzbezogenen Herausforderungen konfrontiert: Letztere nannten Themen wie „Leistung und Können wird wenig bis gar nicht honoriert“ oder äußerten sich über die Schwierigkeit, Kinderbetreuung und Beruf unter einen Hut zu bringen. Die Pendler dagegen kritisierten den Zeitverlust von bis zu drei Stunden pro Tag, was einen enormen Leidensdruck nach sich ziehe. Elisabeth Manhal, Obfrau des ÖAAB Linz, äußerte sich zu den Ergebnissen wie folgt: „Die große Resonanz auf die Umfrage ist Beweis dafür, dass den Arbeitnehmern viele Probleme unter den Nägeln brennen. Wir werden uns damit befassen, um Verbesserungen zu erreichen.“


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