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LEONDING. Die Radlobby Leonding fordert die rasche Umsetzung von Fördermaßnahmen für den städtischen Radverkehr. Die Stadtgemeinde selbst sieht sich nicht in Verzug.

Radlobby fordert Maßnahmen Foto: Wodicka
Radlobby fordert Maßnahmen Foto: Wodicka

Bereits 2013/14 führte die Gemeinde Leonding unter Mitarbeit der Radlobby Leonding eine Fahrradberatung durch das Land OÖ durch. Als Ergebnis wurde ein umfangreicher Katalog an Fördermaßnahmen für das Alltagsradfahren erarbeitet. Dabei geht es sowohl um verstärkte Werbung und Bewusstseinsbildung für die Vorteile des Radfahrens wie um Infrastrukturmaßnahmen, von besseren Radrouten bis flächendeckenden Radständern.

Ein Teil dieser Maßnahmen sei laut Radlobby im Leondinger Stadtrat vor rund zwei Jahren beschlossen worden; jedoch gelangte – trotz konkreter Fristsetzung – bis heute erst ein Bruchteil zur Umsetzung. „Wir fordern energische Maßnahmen auf allen Ebenen, nur so kann der derzeit sehr niedrige Radverkehrsanteil von nur vier Prozent erhöht werden“, meint Gerhard Prieler von der Radlobby Leonding. Immerhin sei das Ziel auf Landesebene ein Anteil von 15 Prozent Radverkehrsanteil.

Stelle weiter unbesetzt

„Seit die Leondinger Verkehrsbeauftragte vor einem halben Jahr ihre Anstellung beendet hat, tut sich überhaupt nichts mehr“, kritisiert auch der Sprecher der Radlobby Leonding, Rüdiger Neunteufel, und fordert im Namen der Radfahrer eine umgehende Nachbesetzung der Stelle sowie die Umsetzung der vom Gemeinderat beschlossenen Maßnahmen. Der Leondinger Bürgermeister Walter Brunner (SPÖ) informierte auf Tips-Anfrage: „Der Posten wurde nicht gestrichen, es wurde bisher nur noch kein passender Mitarbeiter gefunden, obwohl wir die Stelle, die auch die Funktion Verkehr inne hat, bereits zweimal ausgeschrieben haben.“

Verkehrskonzept im Gesamten

Überhaupt wundert sich Brunner über den plötzlichen Vorstoß der Radlobby: „Sich als einzigen Kritikpunkt den Radverkehr herauszunehmen verstehe ich nicht, auch wenn ich die Radlobby sehr schätze.“ Immerhin habe die Stadt Leonding bereits Maßnahmen in Punkto Verkehrsplanung gesetzt und generell werde das Thema immer wieder intensiv diskutiert, betont Brunner. „Wir hatten die Verkehrsenquete Anfang Juni, wo auch ein Verkehrsplaner aus Gmunden zugegen war. Zudem haben wir für weitere Maßnahmen vorgesorgt“, so der Bürgermeister.

Für ein ordentliches Verkehrskonzept, in den selbstverständlich der Radverkehr eingebunden sei, müsse man langfristig planen, da auch die Umlandgemeinden eingebunden gehören – das hänge unter anderem auch vom geplanten Westbahn-Ausbau der ÖBB ab, erklärt Brunner.


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