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LEONDING. Im April wäre Baustart gewesen, Ende August hätte das Projekt fertig sein müssen, um die EU-Förderungen für den Mobilitätsknotenpunkt und die Neugestaltung des Stadtplatzes abrufen zu können. Angesichts der Corona-Einschränkungen ein Zeitplan, der nicht zu halten ist. 

Die Bauarbeiten für die Umgestaltung des Stadtplatzes hätten bereits im April beginnen sollen. Foto: Fotoklub Leonding/Kahlbacher

Unter dem Motto „Stadtplatzgestaltung – Platz der Begegnung und Belebung“ fasste der Leondinger Gemeinderat Anfang des Jahres den Beschluss, für eine Neugestaltung des Stadtplatzes. Mit 1. April hätte der Baustart erfolgen und der Stadtplatz bis Ende August in eine wahre „Piazza“ umgestaltet werden sollen. Nun haben Stadt- und Gemeinderat eine Aufschiebung des Projektes beschlossen. Doch nicht nur der enge Zeitplan ist dafür verantwortlich.

Aufgrund der aktuellen Covid-19-Pandemie und den derzeit nicht abzuschätzenden finanziellen Folgen für Leonding, entschied die Stadtpolitik, das Projekt heuer nicht umzusetzen.

„Auch, wenn noch nicht genau feststeht, wie schwer die aktuelle Situation Leonding treffen wird, wissen wir jetzt schon, dass wir mit finanziellen Einbußen rechnen müssen. Wir werden einerseits massiv an Kommunalsteuer verlieren, andererseits werden Kosten, die wir selbst nicht in der Hand haben, wie etwa der Krankenanstaltenbeitrag, den uns das Land vorschreibt, in die Höhe schnellen. Ich habe es deshalb als notwendig erachtet, bei diesem Projekt jetzt einmal die Handbremse anzuziehen. Bei der Budgeterstellung für 2021 werden wir genau prüfen, ob wir die Neugestaltung des Stadtplatzes nächstes Jahr angehen können“, so Bürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek.

„Die Neugestaltung des Stadtplatzes ist zweifelsohne ein Vorhaben, das die Lebensqualität und Attraktivität Leondings weiter steigern wird. Deshalb freut es mich, dass wir uns einig waren, dass das Projekt jedenfalls umgesetzt werden soll. Sobald klarer ist, wie es nach Corona weitergeht, werden wir einen Fahrplan für die Umsetzung festlegen und versuchen andere Fördermöglichkeiten zu finden“, ist sich die Stadtpolitik einig.

Geplant sind am neuen Stadtplatz großzügige Grünflächen, ein spielerischer Brunnen für Kinder, eine angenehmere Situation für Radfahrer, eine moderne Beschattung und ein Mobilitätsknotenpunkt, bei dem man sich beispielsweise E-Autos ausleihen wird können.

„Wir möchten für die Menschen in Leonding einen zentralen Platz zum Wohlfühlen schaffen, an dem man sich gerne aufhält und bei dem unser Motto Schön hier zu leben, erlebbar wird“, so die Stadtchefin.


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