25-jährige Studentin im Leondinger Zaubertal getötet (Update 28.Dezember, 20.15 Uhr)
LEONDING. Opfer eines grausamen Verbrechens im Leondinger Zaubertal wurde am Sonntagvormittag eine 25-jährige Studentin aus Honduras. Ein 29-jähriger Spanier, der bei der Familie zu Besuch war, steht im dringenden Verdacht, die Frau getötet zu haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Das Opfer wohnte gemeinsam mit ihrer Halbschwester und deren Ehemann in einem Haus in Leonding. Der 29-jährige Tatverdächtige, wie die beiden Halbschwestern spanischer Staatsbürger und ein Freund des Opfers, war bei der Familie zu Besuch: Es kam zum Streit zwischen ihm und der 25-Jährigen, bei dem dieser der Frau Würgemale und Stichverletzungen zufügte.
Die OÖN haben am Montag über das mutmaßliche Motiv des Täters berichtet: Die 25-Jährige habe die Avancen des Täters zurückgewiesen, so Ulrike Breiteneder, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Linz. Ob der Mann zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig war, werde „im Ermittlungsverfahren Thema sein“. „Es dürfte eine Erkrankung vorliegen“, inwieweit sie mit der Tat zu tun habe, sei zu klären, so Breiteneder in den OÖN.
Von Schwester aufgefunden
Die Schwester des Opfers ging um etwa 9 Uhr im Haus nach unten, weil sie den Streit bemerkt hatte. Laut Medieninformationen wurde die 39-Jährige ohnmächtig, als sie ihre Halbschwester regungslos da liegen sah. Auch der Mann der Schwester stieß dazu und es kam zur Rangelei mit dem Täter. Die achtjährige Tochter des Ehepaars holte ihren Großvater aus dem Nebenhaus - gemeinsam überwältigten die beiden Männer den Täter, fesselten ihn mit Kabelbindern und alarmierten die Polizei sowie den Notarzt.
Opfer erlitt Stichverletzungen und Würgemale
Für die 25-jährige Studentin kam jede Hilfe zu spät. Sie hatte Stichverletzungen im Brustbereich und Würgemale. Sofort durchgeführte Reanimationsversuche blieben ohne Erfolg, der verständigte Notarzt konnte nur mehr den Tod feststellen. Das Ehepaar wurde ebenfalls verletzt - die Frau wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Eine Obduktion am Montag ergab, dass das Opfer sechs Stiche erlitt, vier davon im Brustkorb. Die junge Frau sei durch das vorangegangene Würgen bereits so geschwächt gewesen, dass ihr Blutkreislauf verlangsamt war, und sie nicht mehr so stark blutete, berichtete die Behördensprecherin nach der Obduktion in den OÖN.
Täter geständig
Der festgenommene 29-Jährige wurde ins Polizeianhaltezentrum Linz eingeliefert. Die Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt OÖ übernommen und dauern derzeit noch an. In einer ersten Einvernahme zeigte sich der Mann geständig.


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