KUVA Kunstsymposion: Eröffnung der Sonderausstellung „Anton zwischen den Welten“
LEONDING. Das KUVA Kunstsymposion ist ein Format, bei dem die beiden Kuratorinnen Bibiana Weber und Michaela Reisenberger über eine öffentliche Ausschreibung bildende Künstler eingeladen haben, ihr Atelier im April für mehrere Tage im Turm 9 – Stadtmuseum Leonding aufzuschlagen.

Die im Symposion entstandenen Werke werden in der Sonderausstellung „Anton zwischen den Welten“ von 27. April bis 26. Jänner 2025 präsentiert. Eröffnet wird diese am 26. April um 19 Uhr von Norbert Trawöger. Künstler fächern den Kanon der visuell und auditiv gestalteten Künste breit auf und werfen einen zeitgenössischen Blick auf Anton Bruckner.
Hanna Heidt bezeichnet den Jubilar als Leistungsneurotiker und greift seine Methodik des mehrmaligen Überarbeitens seiner Stücke für ihre eigene künstlerische Arbeit auf. Mariana Nikolai Pacheva übersetzt Bruckners Sinn für Struktur und Obsession fürs Zählen in ihr Werk. „Motette Locus iste“ komponierte er für die Einweihung der Votivkapelle im Dom Linz. Nun wird dieses von Judith Musil und Tibor Kovács elektronisch resynthetisiert und analog neu verwoben, um dann als hörbare Installation in der Sonderausstellung „Anton zwischen den Welten“ platziert zu werden.
Stefan Esterbauer verewigt Bruckner mit einem Augenzwinkern in Holz, und Marion Reisinger nähert sich in ihrem persönlichen Umgang den Themen Tod und Transzendenz an. Durch Edith Stauber findet „Anton zwischen den Welten“ am Linzer Busbahnhof ins Heute. Janine Weger übersetzt ihre selbstgebaute Miniatur-Klangwelt systematisch in ein Farb- und Formsystem, auch um die stets geforderte Schönheit von Klängen infrage zu stellen.
Jubilar Anton Bruckner kann beim KUVA Kunstsymposion und der daraus entstehenden Ausstellung neu und aus unerwarteten Perspektiven erfahren werden. Das wird zum Lächeln anregen und – so die beiden Kuratorinnen – Anton Bruckner auf eine erfrischende Art zugänglich machen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden