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TRAUN. Zu Jahresbeginn zog die Kulturpark Traun GmbH Bilanz über das vergangene Kulturjahr. Unterm Strich verzeichneten Schloss Traun, Spinnerei und die Großveranstaltungen gemeinsam etwas mehr als 53.000 Besucher und damit nahezu identische Zahlen wie im Jahr davor.

Trotz Einsparungen zeigt der Kulturpark Traun: Das Publikum ist hungrig auf Kultur. (Foto: Florian Kollmann)

Während das Kabarett bei gleichbleibender Veranstaltungsanzahl einen leichten Rückgang von ein bis zwei Prozent verzeichnete, entwickelten sich die Musikveranstaltungen „extrem gut“, freut sich Geschäftsführerin Brigitte Brunner. Die Besucherzahlen verdoppelten sich auf über 10.000 Gäste, allein in der Spinnerei wurden mehr als 23.000 Besucher gezählt. Auch die Kinderkultur im Schloss Traum bleibt ein Publikumsmagnet: Die monatlichen Veranstaltungen für Kinder ab drei Jahren sind fast durchwegs ausverkauft.

Leichte Steigerungen gab es bei Klassik- und Weltmusikprojekten, wenngleich weniger Sonderformate umgesetzt wurden. Sehr erfreulich entwickelten sich auch thematische Führungen – von Weihnachts- bis Osterführungen, Angebote für Schulen, Kinder und sogar Kindergärten. Diese würden „extrem gut angenommen“.

Schattenseiten zeigte das Wetter beim Ferienprogramm: Die Spielstadt musste teils massive Besuchereinbrüche von bis zu 70 Prozent hinnehmen. Finanziell kaum spürbar, aber organisatorisch herausfordernd. Vor dem Hintergrund eines kommunalen Sparauftrags von rund 15 Prozent entschloss sich der Kulturpark daher, 2026 auf die personalintensive Spielstadt zu verzichten. Das Ferienprogramm bleibt jedoch bestehen – mit flexibleren Workshops, Ausflügen und Kursen. Auch die aufwendigen Schlosstage pausieren heuer. 

Trotz aller Einschnitte überwiegt die Zufriedenheit. Nach den Corona-Jahren habe sich vieles schneller normalisiert als erwartet, heißt es. Eine gewisse Zurückhaltung beim Publikum sei zwar spürbar, doch das Fazit fällt klar aus: Die Menschen kommen – und sie wollen Kultur.


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