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WILHERING. Ein Liebeschaos im Wald, streitende Elfen und eine Theatergruppe mit großen Ambitionen: Das theaterSPECTACEL Wilhering zeigt Shakespeares „Sommernachtstraum“ in einer neuen Fassung – verlegt ins „Land ob der Enns“ und mit viel oberösterreichischem Charme.

  1 / 4   Helena, Demetrius, Lysander und Hermia erleben eine ganze Menge Liebeswirren. (Foto: Reinhard Winkler)

Hermia steht vor einer schweren Entscheidung: Ihr Vater verlangt, dass sie einen Mann heiratet, den sie nicht liebt, und droht ihr sogar mit „Kloster oder Tod“. Gemeinsam mit ihrem Geliebten Lysander flieht sie in den Wald. Dort geraten die beiden mitten hinein in ein magisches Durcheinander. Elfen, Trolle und der kecke Puck sorgen dafür, dass Gefühle durcheinandergeraten und niemand mehr genau weiß, wem sein Herz eigentlich gehört.

Gleichzeitig probt eine Amateurtheatergruppe im Wald ein Stück für die bevorstehende Hochzeit des Herrschers. Mit ihren Auftritten und ihrer unbeholfenen Art sorgt sie für zusätzliche Verwirrung – und für viele humorvolle Momente. Besonders John F. Kutil als Zettel bringt mit seiner Darstellung das Publikum immer wieder zum Lachen.

Shakespeare mit oberösterreichischer Note

Die Neufassung von Doris Happl und Joachim Rathke verlegt die Handlung von Athen nach Linz und in den nahen Böhmerwald. Viel oberösterreichischer Dialekt macht das Stück bodenständig und leicht zugänglich. Trotzdem bleibt der Zauber des Originals erhalten: Die Themen Liebe, Eifersucht, Sehnsucht und die Lust am Theater stehen weiterhin im Mittelpunkt.

Als Puck führt Nora Dirisamer als frecher Troll durch das Geschehen und treibt die Figuren mit seinen Streichen voran. Am Ende stellt er selbst die Frage, was an diesem Abend eigentlich wahr und was nur ein Traum war. Nancy Mensah-Offei überzeugt als Hippolyta und Titania mit großer Ausdrucksstärke und starken Emotionen. Harald Bodingbauer passt mit seiner Erscheinung hervorragend in die Rolle des Oberon und spielt den Herzog Theseus ebenso überzeugend. Sofie Pint als Hermia, Hanna Gruber als Helena und Maximilian Bendl als Lysander bringen die wechselnden Gefühle der Liebenden glaubwürdig auf die Bühne. Auch der gebürtige Trauner Alexander Knaipp feiert als Demetrius seine Premiere beim theaterSPECTACEL Wilhering.

Gemeinsam mit dem gesamten Ensemble gelingt eine Inszenierung, die mit Musik, Humor und Spielfreude Shakespeares Klassiker neu belebt. Am Ende findet jeder Topf seinen Deckel – und das Publikum darf sich fragen, ob es gerade Theater gesehen hat oder selbst Teil eines Traums geworden ist.

Publikum begeistert

Die Premiere wusste zu überzeugen und das Publikum würdigte den magischen Theaterabend mit minutenlangem Applaus. „Kunst und Kultur schaffen Räume für Begegnungen, regen zum Nachdenken an und bereichern unser gesellschaftliches Leben. Das Theaterspectacel Wilhering ist dafür ein herausragendes Beispiel“, so die Wilheringerin Stefanie Christina Huber, Generaldirektorin der Sparkasse OÖ, die als langjähriger Partner des Theaterspectacels einen wesentlichen Beitrag zur Kulturförderung beiträgt. 

Wer die Premiere verpasst hat, erhält noch bis 7. August Gelegenheiten, die Produktion zu erleben. Karten und Spielplan unter www.theaterspectacel.at


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