„Der kleine Manuel ist eine Kämpfernatur“

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Elisabeth Zeilinger, Leserartikel, 28.06.2017 16:02 Uhr

PUCKING. Das Schicksal des kleinen Manuel Beck aus Pucking berührt viele Menschen. Angehörige der Familie des schwer kranken Buben haben nun einen Spendenaufruf gestartet.

Die Zwillingsbrüder Alexander und Manuel Beck kamen am 11. August 2016 ein paar Wochen zu früh zur Welt. Bei dem kleinen Manuel haben die Ärzte das Down-Syndrom festgestellt, zudem kam Manuel ohne Speiseröhre und Magendarmverbindung auf die Welt. Erst einen Tag alt, wurde bei Manuel die erste OP unterzogen: Der Magen wurde mit dem Darm verbunden und er erhielt eine Magen- sowie eine Schlürfsonde. Im November 2016 folgte der nächste Eingriff, bei dem der Stumpf der Speiseröhre mit dem Magen verbunden wurde.

Probleme mit der Lunge

Mitte Dezember dann der nächste Schicksalsschlag: Manuel bekam Probleme mit der Lunge - die Folge: Eine Lungenentzündung mit Sepsis. Eine Woche vor Weihnachten wurde Lungenhochdruck festgestellt, der sich kaum einstellen ließ. Ende Jänner nach der zweiten Lungenentzündung und Sepsis und nach zahlreichen Röntgen, Ultraschall und CTs wurde ein Herzfehler festgestellt. Eine Hohlvene führte von der Lunge in die linke Herzkammer statt in die rechte bzw. wurde festgestellt dass die Lunge unterentwickelt ist.

„Sag ihm, dass er gehen darf“

Anfang Februar diesen Jahres folgte bei dem Baby eine Herzkatheteruntersuchung, wo die Ärzte seine Hohlvene verschlossen. „Leider ging es von da an immer weiter bergab und er hatte die dritte Sepsis mit einem septischen Schock - keiner wusste ob er es überhaupt überleben würde“, so die Angehörige Sandra Krucher, selbst Zwillingsmama. „Ich hab' zu Helga (die Mutter der Zwillingsbuben, Anm. d. Red.) gesagt ,Sag ihm, dass er gehen darf“, so Krucher. Sogar eine Nottaufe habe er damals bekommen.

Kämpfernatur

Manuel war drei Wochen in einem ganz kritischen Zustand und im künstlichem Koma. Doch als ob er es spürte, dass ihn die Mediziner bereits abgeschrieben hatten und sich viele schon auf das Schlimmste einstellten, begann der Kleine sich wieder zu erholen. „Ein Wahnsinn, der kleine Manuel ist eine Kämpfernatur - nach allem was er schon erlebt hat“, erzählt Krucher im Tips-Gespräch. Anfang März bekam er einen Luftröhrenschnitt, da seine Lunge sehr angeschlagen war und das Organ Zeit braucht um sich zu erholen. Seitdem wird auch über eine Dünndarmsonde ernährt.

Seit November auf der Intensivstation

Manuel liegt seit November 2016 bis heute auf der Intensivstation bzw. auf der Überwachung in der Linzer Kinderklinik. Seine Eltern Helga Beck und Wolfgang Krucher besuchen Manuel abwechselnd jeden Tag. Manuels Zwillingsbruder Alexander ist gesund, durfte Manuel aber wegen der strengen Sicherheitsvorkehrungen im Krankenhaus erst einmal besuchen.

Als ob diese Sorgen offenbar noch nicht genug wären, wurde Wolfgang Krucher, der Vater der Zwillinge, am Montag mit Herzproblemen ins Krankenhaus eingeliefert. Doch trotz der vielen Schicksalsschläge sind beide Eltern zuversichtlich. „Helga ist stark wie ein Löwe. Sie ist sehr gefestigt und lässt sich nicht unterbuttern“, so Sandra Krucher.

Spendenaufruf

Derzeit macht Manuel einen Medikamentenentzug - danach dürfte Manuel eigentlich nach Hause zu seiner Familie nach Pucking. Manuels Eltern suchen noch immer nach einer 24-Stunden-Pflegerin - ohne sie würde es seine Familie nicht schaffen. Aufgrund der vielen Kosten, die auf die Familie noch zukommen, hat Sandra Krucher den Spendenaufruf für den kleinen Manuel via Facebook gestartet.

Spenden können auf das unten angeführte Spendenkonto überwiesen werden. Außerdem wird am Samstag, 1. Juli bei dem Fest (Funky Town, ab 19 Uhr) im Dreikönigshof Allhaming eine Spendenbox für den kleinen Manuel aufgestellt.

Sparbuch von Manuel (Spendenkonto)

IBAN: AT24 3474 1000 3017 4189

BIC: RZOOAT2L741

Raiffeisenbank Pucking

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