Bauarbeiten zum Graumann-Viertel sollen noch heuer begonnen werden
TRAUN. Auf dem alten Industrieareal der Firma Graumann soll ein neuer zukunftsfitter Stadtteil entstehen: Das „Graumann-Viertel“. Mitten in der Stadt entstehen neue Wohn-, Gewerbe- und Handelsflächen. Einige attraktive Altbauten werden bewusst stehen gelassen und sollen für ein tolles Ambiente sorgen.

Dort wo heute eine Industrie-brache ist, werden in Zukunft 300 Menschen leben und 150 Personen ihren Arbeitsplatz finden – und das mitten in der Stadt. Laut dem Projektentwickler Hannes Horvath waren Zukunftsthemen bei der Entwicklung des neuen Viertels besonders wichtig. Mobilitätsvermeidung wird zum Beispiel nicht nur durch hervorragende Infrastruktur am Standort – von Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie bis hin zur Straßenbahn nach Linz – erreicht, sondern auch mit einem neuartigen Mobilitätskonzept.
Verkehr im Fokus
Es wird E-Bike- und E-Car-Sharing geben sowie Paket- bzw. Zustellboxen. Damit kann man sich Lieferungen von Internet-Bestellungen einfach ins Haus liefern lassen und erspart sich die Fahrt zum Supermarkt oder in ein Fachmarktzentrum. Auf die Attraktivität der Fahrradnutzung wurde besonders geachtet, die Fahrradabstellplätze befinden sich ebenerdig, gleich bei den Hauseingängen. Es gibt auch eine Fahrradwerkstatt. Mit dem Fahrrad kann man über den Grünraumverbindungsweg in kurzer Zeit Naherholung finden – z.B. beim Oedtersee oder in den Traun-Auen.
Zukunftsfit und altersgerecht
Der Entwicklung einer immer älter werdenden Gesellschaft wurde mit einem komplett barrierefrei geplanten Stadtteil begegnet. Das Graumann-Viertel ist die größte städtebauliche Entwicklung in Linz Land und wird nicht nur die regionale Wirtschaft stärken, sondern auch hohe Lebensqualität in das Zentrum von Traun bringen.
Auch die positive Wirkung auf das Umfeld ist bereits abzusehen – es gibt viele neue qualitätsvolle Projekte im Zentrum Trauns. Dadurch, dass hochwertige Wohnungen im Zentrum entstehen, wird ein weiteres Zersiedeln an den Stadträndern reduziert – mit den bekannten Problemen wie Versorgung, Versiegelung und Verkehrsaufkommen. Trotz der innerstädtischen Lage wurde ein einzigartiger Grünraum geplant: Die neuen Wohnhäuser werden in einer autofreien Parkanlage Platz finden.
Durch Corona wurden Trends, wie Arbeiten und Wohnen an einem Standort, ein attraktives Wohnumfeld sowie gute Versorgung, wie Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie, Ärzte, Schulen usw., die fußläufig erreichbar ist, noch verstärkt.
„Wirkliche Nachhaltigkeit ist nämlich erst gegeben, wenn sich Menschen wohlfühlen und alles was sie benötigen in hoher Qualität fußläufig im Umfeld finden“, ist sich Hannes Horvath sicher, mit dem Konzept ins Schwarze zu treffen.


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