Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BEZIRK LINZ-LAND. Vor allem die Generation 65+ soll vor dem Coronavirus geschützt werden. Was heißt: Die Älteren in unserer Gesellschaft sollten ihre sozialen Kontakte auf das Mindeste reduzieren. Doch wie geht es den Senioren damit? Tips hat sich bei Vertretern der Pensionistenorganisationen im Bezirk umgehört.

Kontakt halten geht auch ohne persönliche Besuche. (Foto: shutterstock.com/adraticfoto)
Kontakt halten geht auch ohne persönliche Besuche. (Foto: shutterstock.com/adraticfoto)

Viele Pensionisten genießen ihren Ruhestand in vollen Zügen. Sie gehen sportlichen Aktivitäten nach, treffen sich in Senioren-Cafés oder zum Kegeln und sind in Vereinen engagiert. Doch heuer ist alles anders. Alle Menschen 65+ sollten sich vor dem Virus schützen, verzichten und jetzt beim Lockdown nur die nötigsten Besorgungen machen. „Vor allem für jene, die alleine leben, ist das schon schwierig, aber es wird akzeptiert. Viele sagen: Es ist so, aber es wird auch wieder anders“, erzählt die Vorsitzende des Pensionistenverbandes Neuhofen-Allhaming, Ingrid Lauss. Auch Josefine Richter, Bezirks-obfrau des Seniorenbundes Linz-Land, kann das bestätigen: „Ich habe das Gefühl, der zweite Lockdown wird etwas gelassener aufgenommen, weil beim ersten waren viele in einer Art Schockzustand. Die meisten sagen: Wir müssen es nehmen, wie es kommt. Die Zahlen steigen, da ist jeder äußerst vorsichtig.“

Soziale Kontakte aus der Distanz halten

Weil Pensionistennachmittage und Seniorenstammtische derzeit nicht möglich sind, heißt es für die Funktionäre in den Organisationen nun, die Kontakte zu den Mitgliedern auf Distanz zu halten. „Die ältere Generation war vom ersten Lockdown an sehr zurückhaltend, sie sind ohnehin nicht viel fortgegangen, deshalb schauen wir regelmäßig mit Abstand vorbei oder halten telefonisch Kontakt. Den Leuten ist es einfach wichtig, dass jemand nachfragt, wie es ihnen geht und dass man sie am Laufenden hält. Besorgungen sind eigentlich kaum notwendig, weil die Leute von ihren Angehörigen gut versorgt werden. Der Familienverband funktioniert sehr gut und ist einfach das Wichtigste jetzt“, weiß Lauss aus den vielen Gesprächen.

„Jede Ortsgruppe macht das mit dem Kontakt halten etwas anders bei uns. Wenn die Möglichkeit da ist – etwa ein Laptop –, dann nutzt man auch schon mal das Internet, um in Kontakt zu bleiben. Aber es kennt sich natürlich nicht jeder damit aus. Das Telefon ist da noch immer an erster Stelle“, berichtet die Wilheringerin Josefine Richter. Sowohl Lauss als auch Richter nehmen derzeit zum Glück keine Frustration wahr. „Gerade die ältere Generation ist da wirklich sehr dahinter. Sie wollen einen Beitrag leisten, weil auf uns wird ja auch soviel aufgepasst“, ist Richter froh über die hohe Akzeptanz der Maßnahmen.

Vorfreude auf Treffen mit anderen ist groß

„Natürlich gehen vielen die Aktivitäten auch ab. Und manche fragen: Wann werden wir uns denn endlich wieder treffen können? Ich sage dann immer: Wenn wir eine Impfung haben, wird alles leichter. Es gibt auch einige, die es nicht akzeptieren wollen, aber das sind wirklich Ausnahmen. Man muss es ihnen dann erklären und ich habe das Gefühl, dass das auch hilft“, so die Neuhofner PV-Vorsitzende. „Wir planen schon Veranstaltungen für nächstes Jahr und hoffen auf März“, sieht die Seniorenbund-Bezirksobfrau einen Lichtblick. „Bevor wir aber die Teilnehmerzahl stark beschränken müssen, verschieben wir die Veranstaltungen lieber, damit dann alle Interessierten auch teilnehmen können.“ Denn alle freuen sich drauf, wenn sie wieder zusammen sein können.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden