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BEZIRK LINZ-LAND. Die Impfungen nehmen immer mehr Fahrt auf. Bis Ende Mai sollen alle Impfwilligen, die über 50 sind, einen Stich erhalten. Dann werden die Termine für alle freigegeben. Fast 20 große Firmen im Bezirk haben sich auch schon für die Betriebsimpfungen im Juni angemeldet. Tips hat mit dem Impfkoordinator Franz Schützeneder und Anton Wahlmüller vom Beschaffungsteam über die großen Herausforderungen der kommenden Wochen gesprochen.

Bereits im Juni kann sich jeder impfen lassen. (Foto: LookerStudio/Shutterstock)
Bereits im Juni kann sich jeder impfen lassen. (Foto: LookerStudio/Shutterstock)

Viele fiebern der ersten Impfung gegen Covid-19 schon entgegen, vor allem, weil bald auch wieder Gastro und Kulturhäuser ihre Pforten öffnen und man drei Wochen nach der ersten Impfung dann auch nicht mehr testen gehen muss. Doch ist das Land OÖ auch gut für die nächsten Wochen vorbereitet? „Das Rote Kreuz schafft derzeit 49.520 Impfstiche pro Woche, im niedergelassenen Bereich sind es circa 31.000. Zusätzlich können die OÖ-weiten Kapazitäten noch durch die Krankenanstalten und den privaten Anbieter WEMS erhöht werden. Insgesamt können nach derzeitigem Stand bis zu 120.000 Impfungen pro Woche durchgeführt werden“, verrät Franz Schützeneder.

Impfstraßen reichen aus

Den Ruf nach weiteren Impf­standorten brauche es laut dem Impfkoordinator des Landes OÖ nicht. „Die aktuellen Impfstandorte wurden in Zusammenarbeit mit den Bezirksverwaltungsbehörden örtlich definiert und dabei wurde auf eine gute Regionalisierung geachtet. Aktuell zeigen die Daten, dass eine noch breitere Regionalisierung nicht nötig ist.“ Man sei auf jeden Fall gut im Zeitplan und so ist es auch nicht verwunderlich, dass alle über 50-Jährigen, die für die Impfung registriert sind, bereits einen Termin für Mai erhalten haben.

Knapp 20 Firmen im Bezirk nutzen Betriebsimpfungen

„Danach werden wir die Anmeldung für alle öffnen. Dazu kommen noch die Betriebsimpfungen“, so Schützeneder. Insgesamt haben sich 140 Betriebe in OÖ angemeldet, knapp 20 sind es im Bezirk Linz-Land. „Es kann natürlich sein, dass da auch noch welche wieder zurückziehen, weil wir so gut unterwegs sind und dann gar nicht mehr so viele in einem Betrieb sind, die noch geimpft werden müssen.“

Logistisch sei es nach wie vor eine große Herausforderung. Anton Wahlmüller ist Teil der Gruppe S4, die für die Beschaffung und Verteilung des Impfstoffes zuständig ist. „Wir haben eigentlich damit gerechnet, dass wir jetzt mehr Vektorimpfstoffe bekommen, was die logistische Herausforderung erleichtert hätte. Wir sind aber nach wie vor top, wenn es darum geht, die Impfstoffe vor dem Verfall zu bewahren. Die Zusammenarbeit läuft da mit allen Ärzten und Apotheken wirklich bestens, jeder denkt mit, das ist höchst professionell. Aber natürlich ist es ein Problem, wenn Leute nicht kommen können, weil sie krank sind und sich was verschiebt. Wir sind dann gefordert, innerhalb kürzester Zeit die Dosen wieder weiterzugeben. Wie eine Banane schwarz wird, wenn sie zu lange liegt, würde der Impfstoff unbrauchbar werden, das darf einfach nicht passieren.“

Grundsätzlich merke man schon, dass das Interesse an der Impfung nun steige. Rund 121.800 Personen haben sich auch bei den unter 50-Jährigen schon registriert. „Die Zahl der Registrierungen ist naturgemäß noch nicht so hoch, weil dieser großen und unterschiedlichen Personengruppe natürlich bewusst ist, dass sie noch nicht an der Reihe ist“, sagt Schützeneder. Sobald das aber so sein wird, werden die Anmeldungen sicher gleich ansteigen.


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