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LINZ-LAND. Die Situation in der Ukraine ist nach dem Angriff der russischen Truppen schnell eskaliert. Viele Ukrainer sind nach den ersten Kampfhandlungen aus ihrer Heimat geflohen. In ganz Europa ist eine Welle der Solidarität spürbar. Auch in Linz-Land wurde blitzschnell reagiert und viel Menschlichkeit gezeigt. Die ersten Transporte mit Hilfslieferungen waren schon am vergangenen Wochenende auf dem Weg in die Krisengebiete.

Bürgermeister Markus Hofko und die Gemeinderätinnen Marlene Hetzmannseder sowie Sabine Rothmann unterstützen Volodymyr Malanyak (v. l.). (Foto: Team Hofko)

Schon kurz nach den ersten Meldungen, dass sich viele Ukrainer von ihren Wohnorten auf den Weg in Richtung Westen machten, hatte Volodymyr Malanyak schon erste Kontakte geknüpft, um zu helfen. Dem gebürtigen Ukrainer – er betreibt seit 1999 einen Radshop in Pasching – fehlen die Worte für das, was gerade in seiner Heimat passiert: „Ich habe noch Verwandte, Geschwister und viele Freunde in der Ukraine. Es ist unbegreiflich, dass dort jetzt unschuldige Menschen sterben oder aus ihrer Heimat vertrieben werden.“

Das Mitglied der griechisch-katholischen Kirche  nahm Kontakt auf mit einem Priester der Gemeinde aus Innsbruck, der seinen Urlaub in der Ukraine verbrachte und jetzt das Land nicht mehr verlassen darf. „Er koordiniert alles vor Ort und regelt Organisatorisches“, erzählt Volo, wie er seit Jahren genannt wird.

Wertvolle Unterstützung

Gesammelt wird humanitäre Hilfe wie Medikamente, warme Bekleidung, Kindernahrung sowie Lebensmittel, die lange haltbar sind. Unterstützt wurde die Initiative auch von Unternehmen der Umgebung. „Transbritannia und Gartner helfen mit kostenlosen LKW. Die sind am Freitag bereits Richtung Grenze aufgebrochen. Dort wird in Kleintransporter umgeladen und die Hilfsgüter werden direkt nach Kiew gebracht“, erklärt Volodymyr Malanyak, der überwältigt von der großen Hilfsbereitschaft ist. „Es haben sich laufend Menschen gemeldet, die helfen wollten. Jetzt ist wirklich die Zeit, um zusammenzuhalten. Die Menschen brauchen genau jetzt die Hilfe.“

Aber auch in anderen Städten und Gemeinden des Bezirkes waren die Menschen nicht untätig und haben ihre große Solidarität unter Beweis gestellt. Die Facebook-Gruppe „Ukrainenhilfe Leonding“ hatte innerhalb weniger Stunden mehrere Hundert Unterstützer. Schnell wurde auch ein erstes Konzept erstellt, wie man am besten gezielt helfen kann. „Um nicht ein und dasselbe mehrmals in die Hand zu nehmen, bedarf es einer gewissen Struktur“, so Mitorganisator Albin Walchshofer.

Städte und Gemeinden helfen

Beinahe alle Kommunen des Bezirks beteiligen sich an der Hilfe für die Kriegsopfer. So stellte Ansfelden etwa einen Sammelpunkt für Güter zur Verfügung. Auch in Wilhering konnten schon Ende vergangener Woche zahlreiche Spenden in Empfang genommen werden. Wer lieber mit Geldspenden helfen will, soll sich jedoch lieber an offizielle Institutionen wie die Caritas oder das Rote Kreuz wenden. Auch die Volkshilfe hat ein Spendenkonto eingerichtet.

Unter IBAN AT77 6000 0000 0174 0400 und dem Verwendungszweck „Nothilfe Ukraine“  oder auf www.volkshilfe.at. Mit dem Spendengeld wird die Schwesterorganisation in der Ukraine bei der Versorgung der großen Fluchtbewegung unterstützt.


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