Neupositionierung für Ansfelden: „Wir können viel mehr, als wir momentan zeigen“
ANSFELDEN. Langsam zeigt sich der Frühling und lässt nach den kalten Monaten auch das Gemeindeleben wieder aufblühen. Ansfeldens Bürgermeister Christian Partoll erzählt im Interview, was sich in den nächsten Monaten in der Stadtgemeinde tun wird.

Ein besonders wichtiges Anliegen ist dem Bürgermeister die Neugestaltung des Hauptplatzes im Stadtteil Haid. Erste Schritte sollen mit der Reaktivierung des Brunnens und Begrünung der Betonflächen schon im Sommer umgesetzt werden. Dabei werden auch die Schüler der Gartenbauschule Ritzlhof mit eingebunden. Auch die Bankenschließungen sind immer noch ein Thema, bei dem die Stadtgemeinde Ansfelden eine Lösung zu finden versucht. Nachdem im Stadtteil Kremsdorf die Sparkassen-Filiale inklusive Bankomat abgezogen wurde, wurde vergangene Woche nun ein neuer Bankomat aufgestellt. Auch in Haid werden laufend Gespräche geführt, das Ansiedeln neuer Banken bleibt jedoch ein problematisches Thema, wie der Bürgermeister erzählt.
Vorlesestunde
Im November 2021 übernahm Christian Partoll offiziell das Bürgermeisteramt in Ansfelden. Immer noch mitten in der Pandemie gab es für ihn keine Eingewöhnungsphase. Neben den Schwierigkeiten, die Lockdown und Maßnahmen mit sich brachten, gab es für Partoll jedoch einen besonders schönen Moment in seiner bisherigen Zeit als Bürgermeister, die nun knapp über 100 Tage beträgt. Bei einem Besuch in den Ansfeldner Kindergärten durfte der Bürgermeister den Kindern vorlesen und Zeit mit den Gruppen verbringen. „Ich möchte auch in Zukunft die Bürgermeisterlesestunde in den Kindergärten abhalten. Die Herzlichkeit und Ehrlichkeit der Kinder – das sind einfach die schönen Momente des Bürgermeisterlebens“, erzählt Partoll.
Umfahrung Haid
Schon viele Jahre ein Thema ist die neue Umfahrung Haid B 139. Nach dem nun abgeschlossenen UVP-Verfahren gibt es von Frühjahr bis Sommer nun die mündliche Verhandlung, wo sämtliche eingebrachte Einwände noch einmal kommuniziert und behandelt werden. Bürgermeister Partoll hofft, dass im Sommer klar ist, wie es mit dem Projekt weiter geht und die nächsten Schritte eingeleitet werden können. In Bezug auf die verschiedenen Baumaßnahmen appelliert er, auf Sachverständige und Prüfgutachten, etwa von der Asfinag, zu warten und zu vertrauen: „Das ist von Fachleuten berechnet worden und wird jetzt noch einmal von externen Fachleuten geprüft. Wir werden uns dann gemeinsam an einen Tisch setzen und versuchen, da eine vernünftige Vorgehensweise zu finden. Es kann nicht mehr sein, dass das Projekt noch weiter hinausgezögert wird. Wir sind aber auf jeden Fall bemüht, für alle Beteiligte eine gute Lösung zu finden.“
Kultur im Sommer
Auch ein reichhaltiges Kulturprogramm soll im Sommer wieder geboten werden, unter anderem mit Open-Air-Konzerten oder der Österreichischen Schachmeisterschaft, die mit einem großen Rahmenprogramm in Ansfelden abgehalten wird. „Die Sommermonate werden in Ansfelden sicher nicht langweilig. Wir sind gerade auch wieder in der Vorbereitung eines tollen Ferienprogramms, das wir heuer wieder stark aufwerten wollen“, so Partoll. Und auch seitens der Vereine, etwa der Feuerwehr und des Musikvereins, wird es wieder einige Feste und Veranstaltungen geben. So wird zum Beispiel am 11. Juni das Bezirksmusikfest in Nettingsdorf stattfinden.
Stadtgemeinde Neu
Ein weiteres Projekt, das in Ansfelden nun angegangen wird, ist die Neupositionierung der Stadtgemeinde. „Da soll es aber nicht nur um ein neues Design gehen, sondern wirklich um eine neue Positionierung, um eine bürgerfreundliche und informative Positionierung, um damit näher an die Bürger heranzukommen. Das geht zum Beispiel einher mit einer neuen Gemeindezeitung, neuer Homepage und einer App“, so der Bürgermeister. Der Prozess steht nun in den Startlöchern und soll mit einer dementsprechenden Bürgerbeteiligung durchgeführt werden. Dass ein neues Logo alleine nicht reicht, sondern hier tiefer gegraben werden muss, erklärt Partoll: „Für was steht die Stadtgemeinde Ansfelden? Was sind wir? Wo wollen wir hin? Da bin ich der Meinung, da haben wir in vielen Bereichen einen großen Aufholbedarf. Denn: wir können viel mehr, als wir momentan zeigen.“


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