"Schenter-Kreuz": Arbeitsgemeinschaft für Erhalt des alten Kruzifixes
ANSFELDEN. Das Kruzifix an der Ortseinfahrt Freindorf, Höhe Schwedengang, auch bekannt als „Schenter-Kreuz“, ist bereits im Kataster von 1826 verzeichnet. In jüngerer Zeit wurde der schlechte Erhaltungszustand des Kreuzes bemerkt, was dazu führte, dass es schnellstmöglich entfernt wurde, um weitere Beschädigungen zu verhindern.

Bei der Sanierung des Schentergutes im Jahr 1985 wurde unter dem Sockel des Stadels aus dem Jahr 1828 ein Granitsockel gefunden, der möglicherweise das Fundament für ein zweites Kreuz war. Dies deutet darauf hin, dass das Kreuz älter sein könnte als ursprünglich angenommen. Die Annahme ist, dass die beiden Kreuze aufgrund eines Unfalls oder einer Mordtat entlang der Heerstraße, die zwischen 1792 und 1810 von militärischen Durchmärschen und Kriegshandlungen geprägt war, errichtet wurden.
Spannende Geschichte
Der Korpus des Kreuzes ist eine Besonderheit, da er geschnitzt ist, was für Wegkreuze ungewöhnlich ist. Dies lässt vermuten, dass der Korpus aus einer aufgelassenen Kirche stammen könnte, die während der Säkularisation unter Joseph II. zwischen 1780 und 1790 stattfand.
In altem Glanze erstrahlen
Um das Denkmal zu erhalten, haben Alois Gruber, Elisabeth Fuchshuber, Elisabeth Mayer und der Verein „Sonntags Kolloquium“ eine Arbeitsgemeinschaft gegründet. Gemeinsam arbeiten sie an einem Konzept für die Renovierung des Kreuzes. Das Kruzifix ist derzeit starken Witterungseinflüssen ausgesetzt, da das Blechdach um 2020 abgegangen ist. Es zeigt bereits Schäden wie fehlende Teile des Dornenkranzes und Finger der Hand. Es ist geplant, dass das Kruzifix einen neuen Platz in räumlicher Nähe zum bisherigen Standort erhalten wird.
Spenden notwendig
Um das Denkmal zu erhalten, ist eine Finanzierung erforderlich. Ein kleiner Personenkreis möchte Eigenleistungen erbringen, aber die nötigen Finanzmittel müssten durch Spenden aufgebracht werden. „Die Erhaltung des Schenter-Kreuzes ist aus Gründen der Pietät, der Traditionspflege und des Heimatgedankens wichtig, um die Erinnerung an die hier zu Tode gekommenen Personen aufrechtzuerhalten und das kulturelle Erbe zu bewahren“, so Alois Gruber.
Für Interessierte findet am 23. August um 18 Uhr im Gasthof Strauß ein Informationsabend statt. Wer unterstützen möchte, kann sich an elisabeth.fuchshuber@gmx.at per Mail wenden.


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