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HÖRSCHING/LINZ-LAND. Im Kultur- und Sportzentrum (KUSZ) Hörsching fand am Samstag, 9. März, der diesjährige Bezirksjägertag für Linz und Linz-Land statt, bei dem Bezirksjägermeister Christian Pfistermüller zu aktuellen Themen und Herausforderungen der Jagd sprach.

Die Jagdhornbläser sorgten für das perfekte Ambiente. (Foto: Tips/Ramaseder)
Die Jagdhornbläser sorgten für das perfekte Ambiente. (Foto: Tips/Ramaseder)

Der Bezirksjägertag bot den Jägerinnen und Jägern aus Linz und Linz-Land eine Plattform des Austauschs und der Gemeinschaft. Unter den Ehrengästen befanden sich Hausherr und Vizebürgermeister Walter Holzleithner, Bezirkshauptmann Manfred Hageneder, die Landtagsabgeordneten Margit Angerlehner und Franz Graf, Landesrätin Michaela Langer-Weninger sowie Landesjägermeister Herbert Sighartsleitner.

Die Veranstaltung wurde mit einer beeindruckenden musikalischen Umrahmung durch Hornbläser und einen Chor eröffnet. In den Grußworten der Ehrengäste betonte Holzleithner die Bedeutung des Miteinanders und des Dialogs zwischen Jägerschaft, Grundeigentümern und der Gesellschaft. Johannes Gruber, Bezirksbauernkammer-Obmann, hob die Rolle des neuen OÖ Jagdgesetzes hervor, welches nach 60 Jahren eine zeitgemäße Grundlage für Wild- und Waldmanagement schafft. Dies unterstrich auch Langer-Weninger, die hofft, dass sich der Bund hier ein Beispiel an Oberösterreich nimmt.

Herausforderungen und Zukunftsausblick

Bezirkshauptmann Manfred Hageneder sprach über die jährlichen Abschusszahlen und die stetig steigende Anzahl von Jungjägern. Er betonte die Wichtigkeit von Vertrauen und dem ernsthaften Austausch bei auftretenden Herausforderungen. Tierschutz gewinnt zunehmend an Bedeutung und erfordert sachliche Lösungen in einem sich wandelnden gesellschaftlichen Kontext.

Neues Jagdgesetz als Basis für nachhaltige Jagdpraxis

Bezirksforstinspektor Gottfried Diwold, vor Kurzem zum Landesforstdirektor aufgestiegen, berichtete von den Abschlusszahlen, darunter 3.700 Stück Rehwild in Linz-Land. Er unterstrich die Herausforderungen des Bezirks, der nicht nur wenig Wald, sondern auch stadtnahe Bereiche umfasst. Ein besonderer Fokus lag auf dem gegenseitigen Respekt zwischen Jägern und Grundeigentümern.

Zusammenhalt für eine nachhaltige Zukunft

Im weiteren Verlauf präsentierte Pfistermüller interessante Zahlen aus der Jagdstatistik für das Jahr 2023. Die Entnahmemengen von Rehwild und Schwarzwild wurden analysiert, wobei besonderes Augenmerk auf die Trophäenbewertung und die Weiterentwicklung der Jagdstandards gelegt wurde. Außerdem wurde den Verstorbenen gedacht und langdienende Jäger gebührend geehrt.

Die Veranstaltung schloss mit einem Appell für den Zusammenhalt und Dialog zwischen den verschiedenen Interessensgruppen im Bezirk. Bezirksjägermeister Christian Pfistermüller betonte die Wichtigkeit eines guten Miteinanders und einer starken Gesprächsbasis. Ein gut funktionierendes Jagdgesetz sei die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Jagd und Grundeigentum.


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