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Mehr als 1.000 Schüler beim Landessicherheitstag: Ein Erfolg für den Selbstschutz

David Ramaseder, 04.07.2024 11:37

HÖRSCHING/OÖ. Beim 4. Landessicherheitstag, der am 1. und 2. Juli auf dem Fliegerhorst Vogler in Hörsching stattfand, erhielten über 1.000 Schüler der 7. und 8. Schulstufe wertvolle Einblicke in Selbstschutzmaßnahmen und Eigenvorsorge. Die Veranstaltung, die unter dem Motto „DU bist wichtig“ stand, wurde vom Netzwerk für Sicherheit und Zivilschutz „Sicheres Oberösterreich“ organisiert.

  1 / 4   Landesrätin Michaela Langer-Weninger (4.v.r.) und Zivilschutz OÖ-Präsident Michael Hammer (3.v.r.) gemeinsam mit den Einsatzorganisationen. (Foto: Land OÖ/Margot Haag)

Ziel des Landessicherheitstages ist es, Jugendliche frühzeitig mit der Bedeutung von Erster Hilfe und Eigenvorsorge vertraut zu machen. Die teilnehmenden Sicherheitsorganisationen präsentierten ihre Arbeitsschwerpunkte und vermittelten den Jugendlichen, wie sie sich in Gefahrensituationen richtig verhalten. Michaela Langer-Weninger, Landesrätin für Feuerwehr und Katastrophenschutz, betonte: „Es ist von größter Bedeutung, dass bereits unsere Jüngsten frühzeitig lernen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.“

Krisenvorbereitung und Selbstschutz

Michael Hammer, Präsident des OÖ Zivilschutzes, hob hervor, dass die Angst, in einer Krisensituation etwas falsch zu machen, oft dazu führt, dass gar nicht erst geholfen wird. „Der schlimmste Fehler ist, gar nicht erst zu helfen“, sagte er. Durch den Landessicherheitstag sollen die Schüler auch zu Multiplikatoren werden, indem sie das erworbene Wissen an Eltern, Verwandte und Freunde weitergeben.

Stationenbetrieb und praktische Übungen

Die Veranstaltung bot einen umfangreichen Stationenbetrieb, bei dem die Jugendlichen praktische Erfahrungen sammeln konnten. Der Arbeiter-Samariterbund und das Rote Kreuz erklärten die Wichtigkeit von Erste-Hilfe-Kursen, und an einem Löschsimulator konnten die Schüler selbst erste Löschmaßnahmen üben. Die Wasserrettung informierte über Badesicherheit, während die Landespolizeidirektion einen Einblick in die Polizeiausbildung und ihre Fahrzeuge gab.

Besonders beeindruckend war der Stand des Katastrophenmanagements des Landes, wo die Schüler ein mobiles Hochwassersystem aufbauten und ein Hagelsimulationsgerät testeten. Auch die Bergrettung vermittelte wertvolle Tipps für den Bergsport und ermöglichte den Schülern, sich im sicheren Klettern zu üben.

Vorführungen und Einsatzübungen

Ein Highlight des Landessicherheitstages war die Einsatzübung, bei der Feuerwehr, Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariterbund, Polizei und Zivilschutz einen Verkehrsunfall simulierten. Dabei wurde besonderer Wert auf die Aufgaben eines Ersthelfers gelegt, wie das Absetzen eines Notrufs und das richtige Verhalten bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte.

Auch die Vorführungen der Rettungshundebrigade und die Präsentation eines fahrenden Panzers durch das Bundesheer zogen die Aufmerksamkeit der Jugendlichen auf sich. Am Infostand des OÖ Zivilschutz erhielten die Schüler wichtige Informationen über Notrufnummern, Sirenensignale und einen krisenfesten Haushalt.

Dank und Ausblick

Landesrätin Langer-Weninger bedankte sich bei den mitwirkenden Organisationen und hob die Rolle des Bundesheeres bei der Bereitstellung des Fliegerhorstes Vogler hervor. Seit seiner Gründung im Mai 2013 hat das Netzwerk für Sicherheit und Zivilschutz „Sicheres Oberösterreich“ das Ziel, die Eigenvorsorge und die Vorbereitung der Bevölkerung auf Krisenfälle zu stärken. Die operative Umsetzung erfolgt durch eine Arbeitsgruppe, die durch die Steuerungsgruppe mit den höchsten Landesvertretern der Netzwerkpartner unterstützt wird.

Der Landessicherheitstag hat auch in diesem Jahr gezeigt, wie wichtig es ist, bereits junge Menschen für das Thema Selbstschutz zu sensibilisieren und ihnen praktische Fähigkeiten zu vermitteln, die im Ernstfall Leben retten können.


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