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LINZ-LAND/LEONDING. Im Bezirk sind die Neuzulassungen von E-Pkw auf einem beeindruckenden Niveau. Mit einem Anteil von 27,7 Prozent an rein elektrisch betriebenen Neuwagen liegt Linz-Land nur knapp hinter der Wiener City. Diese Entwicklung ist ein deutliches Zeichen für die zunehmende Bedeutung der Elektromobilität in der Region, die auch in anderen Bereichen nicht zu übersehen ist.

  1 / 2   Die Leondinger sind mit dem ersten E-Müllauto Österreichs sehr zufrieden. (Foto: Stadtgemeinde Leonding)

Einen bedeutenden Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft hat Leonding gemacht. Hier wurde Anfang des Jahres der erste elektrische Müllwagen Österreichs in Betrieb genommen. Oliver Steindl, Leiter des Stadtservice, berichtet über die bisherigen Erfahrungen und zeigt sich begeistert von der positiven Resonanz. „Wir haben das Fahrzeug unter anderem angeschafft, weil das Straßenfahrzeugbeschaffungsgesetz vorschreibt, dass ein gewisser Anteil bei Neuanschaffungen elektrifiziert sein muss“, erklärt Steindl. Der Müllwagen, der von der Firma Volvo als Generalunternehmer und mit einem Aufbau der Steyrer Firma M-U-T geliefert wurde, ist mit einer großen Batterie ausgestattet. „Unsere Vorerfahrungen waren natürlich gleich null, aber die Resonanz bisher ist sehr positiv.“

Investition rechnet sich

Der Müllwagen hat zwar einen hohen Anschaffungspreis von etwa einer halben Million Euro, doch dank einer Bundesförderung konnte ein Drittel des Kaufpreises abgedeckt werden. „Vom Handling her ist er ruhiger, leiser und angenehmer zu fahren als ein Verbrennerfahrzeug“, so Steindl weiter. Besonders beeindruckend ist die Reichweite: „Wir haben eine größere Batterie genommen, die 375 kWh hat, und wir kommen fast eine ganze Woche aus, ohne laden zu müssen.“

Positive Rückmeldungen

Die Fahrer sind zufrieden, der Wagen läuft ruhig und man hört eigentlich nur, wenn der Müllbehälter geleert wird. „Das Wichtigste bei einem Müllwagen ist, dass er leise ist“, betont Steindl. Auch aus der Bevölkerung gibt es positive Rückmeldungen: „Der Wagen kommt, man hört ihn nicht und dann ist er auch schon wieder weg.“ Die Stadt Leonding spart durch den Einsatz des E-Müllwagens rund 21 Tonnen CO2 im Jahr. Steindl sieht in der Elektromobilität eine vielversprechende Zukunft: „Aus den bisherigen Erfahrungen können wir sagen, dass ein zweiter E-Müllwagen für Leonding durchaus eine Möglichkeit wäre.“ Der nächste Austausch eines Müllwagens wäre im Jahr 2026 geplant.

Weitere Vorreiter im Bezirk

Neben Leonding setzen auch Unternehmen im Bezirk auf Elektromobilität. Transgourmet, Österreichs führender Gastronomie-Großhändler aus Traun, hat seinen ersten rein elektrischen Lkw bereits 2023 in Betrieb genommen. Bis 2026 sollen 100 E-Lkws im gesamten Bundesgebiet umweltfreundlich und geräuscharm Waren zustellen. „Wir sind Pioniere für emissionsfreie Zustellung im Gastronomie-Großhandel“, so die Geschäftsführer Thomas Panholzer und Manfred Hayböck.

Einsätze elektrisch möglich

Auch der Feuerwehrausrüster Rosenbauer in Leonding hat mit seiner RT-Modellreihe einen großen Meilenstein gesetzt. Die ersten Vorserienfahrzeuge der innovativen Modellreihe werden bereits an Feuerwehren in Amsterdam, Berlin und Dubai ausgeliefert. Der E-Antrieb der Fahrzeuge bietet entscheidende Vorteile für den Einsatzablauf und die Gesundheit der Einsatzkräfte. „Durch das neue Konzept ist es möglich, dass bis zu 90 Prozent aller Feuerwehreinsätze rein elektrisch abgewickelt werden können“, erklärt Rosenbauer CSO Andreas Zeller stolz.

Pioniere auf dem Bau

Wacker Neuson, Baumaschinenhersteller aus Hörsching, ist bereits seit 2013 Vorreiter auf dem Gebiet der batterieelektrischen Baumaschinen. Das Unternehmen erweitert sein Portfolio kontinuierlich und bietet Lösungen für das gesamte Ökosystem der Kunden an, darunter Ladeinfrastruktur, Serviceleistungen oder Finanzierungsangebote. Die „zero emission“-Produkte sind geräuscharm und bis zu 20 Dezibel leiser als konventionelle Maschinen, was besonders in geräuschsensiblen Umgebungen oder bei Nachtarbeiten von Vorteil ist.

Die elektrisch betriebenen Baumaschinen von Wacker Neuson bieten nicht nur ein großes Einsparpotenzial bei Kraftstoffkosten, sondern auch deutlich geringere Wartungskosten. Elektromotoren sind effizienter und besonders wartungsarm, was die Wirtschaftlichkeit der Maschinen erhöht. Zudem trägt die CO2-Reduzierung zur Erreichung der Klimaziele bei und bringt finanzielle Vorteile durch verminderte CO2-Steuern.

Linz-Land zeigt, wie E-Mobilität aktiv zur Reduzierung von CO2-Emissionen beitragen kann. Mit Projekten wie dem E-Müllwagen in Leonding und den E-Lkws von Transgourmet sowie den innovativen Baumaschinen von Wacker Neuson setzen die Kommunen und Unternehmen starke Zeichen für eine nachhaltige Zukunft.


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