PIBERBACH. Der Artenhof in Piberbach wurde heuer mit dem Österreichischen Staatspreis für Klimawandelanpassung ausgezeichnet. Anlass genug für die Klima- und Energie-Modellregion (KEM) Traun-Kremstal, den Betrieb im Rahmen einer Exkursion vor Ort zu besuchen. Auch Bürgermeister Markus Mitterbaur nahm daran teil und gratulierte Familie Schützenhöfer.

Der Zeitpunkt der Exkursion hätte aktueller kaum sein können: Das Jahr 2026 ist bislang deutlich zu trocken. In Oberösterreich fiel bisher nur etwa halb so viel Niederschlag wie im langjährigen Durchschnitt. Besonders in der Landwirtschaft wächst damit der Druck, sich an veränderte Bedingungen anzupassen.
Anpassung in der Praxis
Am Artenhof zeigte Lukas Schützenhofer, wie das konkret umgesetzt wird. Ziel ist es, Wasser möglichst lange in der Landschaft zu halten und den Boden zu schützen. Dazu zählen etwa Maßnahmen zur Speicherung von Regenwasser oder ein mehrschichtiger Waldgarten mit Bäumen, Mulch und trockenheitstoleranten Pflanzen. Diese Struktur spendet Schatten, reduziert Verdunstung und stärkt die Bodenqualität.
Bürgermeister Mitterbaur würdigte die Ansätze als Beispiel dafür, wie Landwirtschaft auch unter schwierigeren klimatischen Bedingungen widerstandsfähig bleiben kann.
Tipps für den eigenen Garten
Auch für Privatpersonen gab es konkrete Anregungen. Schützenhofer empfiehlt, Beete regelmäßig zu mulchen, um Feuchtigkeit im Boden zu halten. Zudem kann das Sammeln von Regenwasser – etwa in Tonnen oder kleinen Teichen – helfen, Ressourcen zu schonen und gleichzeitig Lebensraum für Tiere zu schaffen.


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